Freitag, 26. November 2010

Sickness, Turnpike, Winter, Unflälle.....


Nein keiner von uns! Aber schlimm genug!


Mitten in Winnipeg, auf dem Weg mit leerem Trailer zum Kunden!


Winnipeg, Schulbus mit dem Heck in den Graben geschliddert, armer Fahrer!


Das war Mittwochabend ca 15km vor Portage la Pairie, Richting Winnipeg auf dem TC1



Ich bin am Montag nach Winnipeg gestartet, wurde dann quasi 20 Stunden weggeparkt um einen Turnpike von Brandon nach North Battleford zu fahren. der erste Trailer war um 17 Uhr fertig, der zweite sollte spätestens um 18 Uhr fertig sein. Es war dann 22.45Uhr als ich den Hof verließ. Da die Scale im Ort "out of service" ist wurde ich angewiesen den Pike auf der DOT Highwayscale 15km westlich von Brandon zu nutzen, eigentlich kein Problem, es sei denn wenns zuviel ist.... es war zuviel genau 880kg. In Saskatchewan wäre es wieder legal gewesen, denn hier sind ja 63500kg erlaubt, in Manitoba genau 1000kg weniger. Allerdings war auch der Pike für SK nicht in Ordnung, da die Tandemachsen erster Trailer und Converter auch zuviel hatten. Ich kochte vor Wut!! Aber Totti kann tief einatmen und ruhig bleiben. Nachricht aus dem Satelite.... lighter Backbox is coming, ich informierte dann die Dispo, dass ein wechseln und rangieren eines Turnpikeanhängers NICHT MÖGLICH IST!
Weil: erstens, nicht erlaubt, zweitens, das bisschen Platz schon eine "goldene Firma" ;-) aus Winnipeg nutze und außerdem ein B-Train dort parkte. Weitere Nachricht: weiter nach Regina!
Okaaaay dachte ich, das wird Folgen haben, und tat brav was man mir schrieb.
In Regina übergab ich den Pike und informierte den Fahrer über die Gewichte, der zuckte die Achseln und fuhr Richtung Norden....mit dem Pike.
Am Mittwoch fuhr ich wieder nach Winnipeg, das Wetter echt winterlich und einiges and Fahrzeugen im Graben (Ditch). Trucks auf der Seite liegend, Jack-knifes, oder einfach nur in die Ditch gerutscht.
Kurz nach Elkhorn,MB sah ich einen ....... Turnpike in der Ditch liegen, auf dem rechten Spiegel.
Ich sah im Spiegel (meiner) noch das grüne Lämpchen leuchten für den Reefer, der die Ladung kühlte und dachte mir: Hoffentlich ist der Fahrer unversehrt geblieben... Fotos konnte ich davon leider nicht machen, schlechte Sicht, und zu spät erkennbar.

In Brandon bekam ich die Nachricht:
"Wir brauchen Dich morgen früh mit einem leeren Trailer 10km westlich von Elkhorn an der Unfallstelle, Unit 0815 hatte dort mit 2 Trailern einen Unfall....
Es war einer von uns! In diesem Moment stieg wieder meine Wut wegen meinem Turnpike vom Vortag in mir hoch. Naja, ist ja alles schön niedergeschrieben im Satelite, also dokumentiert und nachvollziehbar.
Ich konnte zu diesem Einsatz wegen meiner Lenk/Ruhe/Schichtzeiten nicht einspringen.

Ich bekam dann eine Ladung am Donnerstag nachmittag zurück nach Saskatoon. Das Wetter war echt heftig.....in Winnipeg. Schnee, Schnee und nochmal Schnee, glatt wie sau und viele sind gefahren... ich glaub die lernen es echt nicht.. Sogar ein Linienbus hing mit dem Heck schräg im Graben, und ich musste mit einem leeren Trailer durch die halbe Stadt, außenrum immerhim 32km zum Kunden. dort übernahm ich einen Trailer und startete sofort nach Stoon. Kurz hinter Portage la Prairie hörte das Schneewetter auf, die Straße trocken - Vollgas, ab heim!!
Hubi fragte ich per Blackberrymessanger an wie die Verhältnisse in Regina Region sind. die Antwort: "Der ganze Schnee ist sauber vom Eis geschoben" - er hatte Recht. Seltsam ist das schon. Die Städte sind verschneit, vereist, glatt, dreckig, ist man raus aus der Stadt sind die Straßen trocken, sauber, haben Gripp, aber Achtung wegen den Schneeverwehungen!!

Am Freitagmorgen Kunden beliefert und den angekündigten Besuch beim Supervisor gemacht. Da wir in wenigen Tagen doch einige Unfälle zu verzeichnen haben, hatte der einiges zu tun. Und jetzt kommt Totti. Da ich in meiner früheren beruflichen Tätigkeit bei der Versicherung gelernt habe, alles schön sauber zu dokumentieren....war ich vorbereitet, er eher weniger.
Es war ein freundliches Gespräch, auch an dem Punkt das ich sagte, das war jetzt das zweite Mal von zwei Versuchen mit diesem Kunde, die nächste Ladung die bei diesem Kunde von mir abgeholt werden muß und überladen ist, bringt meine Turnpikelizenz zurück auf Deinen Schreibtisch. Das war es dann mit EEMV!
Er fragte ob er die Dokumentation der Gewichte behalten darf und die unserem Manager zur Klärung des Problems schicken darf. Klar, warum nicht? Mir geht es nicht darum quer zu gehen, es geht mir darum, dass wenn ich ein Problem VORHER anspreche, nicht anschließend im Regen stehe. Das mag ich nicht! Ich habe den Regeln zu folgen, ja, die Company aber auch!
Das ich von meinen jetzt 10 (statt 12) Tagen eigentlich nur 6 Tage gearbeitet habe und 4 Tage quasi weggeparkt wurde und aufgrund dessen eine schlechte Milage habe, sprach ich ebenfalls an, er kümmert sich drum. (Tief ein- und ausatmen...) Na, da bin ich ja mal gespannt!

Nun bin ich zuhause, Truck in der Werkstatt und ich zelebriere mein Wochenende. Habe 2 Pakete aus der Heimat ausgepackt, natürlich mit Sohn1. Sohn2 hing grade an der Frau.
Die lieben Schwiegereltern haben 30kg Schnuckeleien, Knödel, Lebkuchen, Christstollen, Nüsse..... geschickt.

..das reicht bis etwa ende Januar.. 2015! :-)

DANKE !!!

Gute Fahrt und schönen Wintereinbruch!

Euer Totti

Samstag, 20. November 2010

Traurige Woche! oder arme Woche. Poor week! Ja :-)

Hallo!
Montag hatte ich eine kurze Tour nach Regina und Stunden später wieder zurück, ich konnte dann nach Hause zum schlafen, die Erkältung meldet sich! Am Dienstag sollte ich dann sofort zum Yard kommen, der Supervisor der Dispatches habe eine Tour für mich, auf meine Frage dann: Was denn? Bekam ich die Antwort: Weiß ich noch nicht, wir arbeiten dran! Äh, ihr wisst nicht was ihr tut, aber das tut ihr mit ganzem Elan.... Kurz nach Mittag konnte ich dann nach Calgary starten (was hab ich eigentlich die Stunden bis zu Start gemacht?)
Der Highway 16 Richtung Westen war teilweise richtig glatt, na, mir war es fast egal, ich hatte 'ne richtig schwere Ladung! Das fahren hatte teils ganz schön gefordert, in Calgary angekommen, Trailer gedropt und Gardinen zu gemacht. Am Mittwoch früh fuhr ich mal durch die Stadt zur Husky zum tanken und die Schneelage peilen. Für 32 km brauchte ich ganze 1,5 Stunden, plus tanken, dann die positive Nachricht, Trailer nach Edmonton und einen leeren Converter (2achsiger Anhänger für Turnpikes). Auf meine Frage dann wo denn der Trailer sei, antwortete meine Dispatch, sie sei etwas verwirrt, der Trailer müsse doch im Yard stehen... kurz drauf kam die Antwort, er sei 70km außerhalb der Stadt auf dem Weg... Okaaaay.
Dann kam irgendwann mal unser Pakistaniteam rein und brachte den Trailer, abgesattelt, aufgesattelt, Converter rangehängt und auf nach Edmonton. 370 km Entfernung. Leute!



Die Straße, der Highway 2 Richtung Norden war ja so was von glatt teilweise! Einige, teils auch schwere Unfälle, und jedes mal wenn ich bremste machte der Converter was er wollte! Dadurch das er keinerlei Gewicht zu tragen hatte, blockierten sofort die Räder an ihm und er stellte sich jedes mal quer, was auf der Autobahn im Berufsverkehr nicht ungefährlich ist, schnell hat man ein Auto „abgeschossen“!



Mir reichte es dann mit dem „nicht bremsen“ und rief Jeff an, ein erfahrener Turnpike Kollege, der sagte dann ich solle die blaue Verbindung schließen und die zum 2ten Trailer (der nicht dran war) öffnen, dann ist der Converter nicht gebremst und sollte beim bremsen nicht mehr ausbrechen, gesagt – getan, klappt. Danke Jeff!

Zur Erläuterung: Ein Druckluftgebremster Truck in Deutschland hat eine GELBE Bremsleitung, die steuert den Bremsdruck, und die ROTE Vorratsleitung, in Amerika (Kanada und USA) Sind diese BLAU und ROT. BLAU = Bremsleitung, ROT = Vorratsleitung.

Den Converter droppte ich dann im Yard, fuhr weiter zum Flying J um die Gardinen zu schließen, Ausladen war für den nächsten Morgen um 9.30am angesetzt, für mich 10.30am weil Alberta eine Stunde Zeitverschiebung hat. Ich hatte Elektronikschrott geladen. Am nächsten Morgen lud ich aus und entschied mich heim zu fahren weil meine Erkältung immer schlimmer wird, nachdem ich die Message geschickt habe, bekam ich die Antwort, Ladung für Kelowna BC morgen früh um 8 Uhr. Gewicht 10500lbs durch die Rockies. Habe die Ladung dann abgelehnt, den Erstens: habe ich keine Winterreifen, Zweitens: passt das legal mal nicht zusammen, 980km bei diesem Wetter und dann um 8am ausladen... Nä!
Ich fragte dann an ob man meine Nachricht gelesen habe..... Auf die folgenden Antworten möchte ich hier verzichten. Im Yard um 12.30 Meiner Zeit, rief ich meine Dispatch an und versuchte ihr mit dem Rest meiner Stimme zu erklären das ich Heim möchte und das auf kürzestem Wege und am liebsten Gestern! Ich wurde dann für eine Nachtladung eingeteilt nach Regina, der Weg führt durch Saskatoon, bis jetzt weiß ich nicht ob ich den Trailer in Saskatoon abgebe und Heim „darf“ oder ob ich tatsächlich nach Regina „muss“ und dann morgen zurück, wenn denn dann ein Trailer da ist. Also ich dann um 18.30 fragte wie die Trailernummer für Saskatoon sein bekam ich die Antwort das wissen sie erst in ein paar Stunden und werden mir sofort Bescheid geben.
(James Dean: Denn sie wissen nicht was sie tun)
Mein „Lieblingsdispatch soll angeblich die Firma verlassen, es wird gerade ein neuer eingearbeitet, da bin ich ja mal gespannt.
Achso, ich habe bis jetzt 4 Tage gearbeitet und ganze 895 Meilen gefahren, Stand- und Wartezeiten ohne Ende. Frau und Kinder; nach dem nächsten Paycheck wird gehungert! Na gut es kommen noch paar Meilen dabei, ich muss ja noch Richtung Osten, aber viel war das nicht! Eigentlich kann man am Tag pro Schicht locker 650 Meilen fahren. Wieder ein kleiner Einblick in die (nicht)funktionierende Organisation!
Update folgt dann!
Update:
Gegen 23.30 war dann endlich mein Trailer für nach Regina fertig, 788km durch die Nacht, ob ich das hinkriege mit meiner heftigen Erkältung? Schlucken tut weh, husten geht fast gar nicht, die Augen jucken, nee die Nase ist wo se hingehört, die läuft nicht, da bin ich auch froh drum.
Also aufsatteln, den Heizer gestartet, das ist quasi das Gegenteil eines Kühlagregates, der heizt dann, ist meist ein 2 Zylindriger Motor der vor sich hintuckert und den Innenraum des Trailers wärmt damit die Ware nicht einfriert.

Auf meinen Ladepapieren stand :“Do not Freeze, heat required“ Es war auch noch Gefahrgut Klasse 8, also irgend eine Säure und Äzend.
Also den Heater an, die Trailer drauf und los! Die Straße in Edmonton mit Schnee bedeckt, teils bissl glatt aber es ging. Raus aus der Stadt die Straßen frei und trocken, maximale Geschwindigkeit!
Manchmal war die linke Fahrbahn bissl weis, aber nix schlimmes, In Lloydminster ein kurzer kalter Check und weiter, 90 km vor Saskatoon wieder kurzer Check und hey, warum tuckert der Heater nicht? Oh Mist bei 32°F das sind 0°C und es soll nicht frieren, ok manuellen Start versuchen.... tuck tuck tuck, nix! Message geschrieben an den Dispatch und wieder versucht manuell zu starten, nix!
Die Aussage der Nightdispatch : Ok, 90 km vor Stoon, solange Du fährst ist alles ok, dann frierts nicht, der Reefershop hier kanns dann reparieren...“
Äh, Physik? Wenn ich fahre frierts nicht? Hallo? Ok, ich bekam schriftlich den Auftrag für den Reefershop also bin ich sicher, und es kann mir keiner an den Karren fahren... Mir gings nicht gut, der Hals tat weh die Augen und und und. Regina? Nee, das schaff ich nicht, das will ich nicht! Um 6 am war ich dann in Saskatoon, das soll mal einer was sagen, das ist ganz normale Zeit mit 0% Verzögerung in Stoon dann entschied ich mich für die Abgabe des Trailers, ich wollte nur noch Heim und Medizin nehmen, eigentlich bin ich nicht der Medikamentetyp. Naja auf meine Message kam dann ein ….. ok, aber bring den Heater zur Reparatur und ….. bla bla bla. Ich tat dies und fuhr um gegen 9 am nach Hause. Aß 'ne Kleinigkeit, ging duschen und trank 'nen Tee mit Honig. Ging dann müde ins Bett und als Kat mich weckte hatte sie auch Medizin für mich, so bin ich unbeabsichtigt zuhause und hoffe am Montag wieder einigermaßen fit starten zu können. Bisschen Meilen machen wäre nicht schlecht, das waren mal grad 1100 in 5 Ganzen Arbeitstagen. Möglich pro Tag sind rund 650 Meilen (bei 13 Stunden Fahrzeit x 65mph sogar mehr), im Schnitt sind 450Meilen pro Tag ok! Wir fahren ja hier von Terminal zu Terminal.... und manchmal auch zum Kunden. Es gibt Turnpikefahrer, Opendispatchfahrer, Linehaulfahrer, Cityfahrer, US-Fahrer, Domesitcfahrer... ich mach irgendwie alles und deshalb krieg ich auch keinen Rhythmus rein, was schade ist.

Der keine Max macht sich prächtig. Er fängt an zu brabbeln, zu greifen und kann schon fast ne Rolle vom Bauch auf den Rücken... Und der kann so toll lachen :-)

Bis bald!!

Freitag, 12. November 2010

11 Tage

Da simma wieder! Hallo zusammen!

Die letzten 11 Arbeitstage waren recht unspektakulär. Seitdem mich mein Supervisor dispatcht, bin ich eigentlich immer gut unterwegs. Es ist größten Teils organisiert und so schlimme Touren sind es auch nicht.
Am Montag startete ich, ohne meinen Truck. Ich mußte auf einen Sparetruck ausweichen. Das war der selbe Typus wie mein Classic, nur das Interieur war etwas anders und dieser hatte keinen Kühlschrank. Wohin jetzt mit den vielen guten Dingen, die Kat mir mitgegeben hatte? Im Auto lassen! Kat mußte eh zum Costco zum Einkaufen und fuhr am blue Van vorbei und verstaute das Kühlungsbedürftige in einer Kühlbox. Mein Truck sollte am nächsten Tag fertig werden. Ich hatte eine Ladung nach Winnipeg mit Reefer! Als ich beim Kunden aufsattelte (aufhooken) stand der Reefer still. Beim näheren Hinsehen, war in der Anzeige nix zu sehen. Batterie leer! Ich stellte dann den Reefer in den Trailershop (Werkstatt) und sagte Jim Bescheid, dass er die Batterie wechselt, denn die Ware braucht ja Kühlung! Ich erledigte noch das Ein und Andere und fragte dann um 3pm Nachmittags Jim, ob er denn den Reefer schon gestartet hatte. „Nein noch nicht“! Die Ladung hatte ich mit einem Kenworth abgeholt, weil ja noch Hoffnung bestand Meinen wieder zu bekommen. Kurz nach 3pm entschied man dann, mir diesen Sparetruck zu geben, einen Classic.
Also wieder ab zum Shop und schauen ob der Reefer läuft, nä! Der stand noch da, wo ich ihn geparkt habe, also schnell aufsatteln, PreTrip.... momentmal, der kann ja gar nicht laufen, da ist ja überhaupt kein Diesel drinne... 15 Minuten später brüllte ein Reefer übern Hof:“ Küüüüüühlung!“
Auf nach Winnipeg! Da angekommen, gab es dann erstmal ein Kissen an den Kopf! Beziehungsweise den Kopf aufs Kissen, am nächsten Tag, BÄNG! Zurück nach Stoon, klappt doch!
Mein Truck war fertig. Allerdings fuhr ich zum schlafen nach Hause. Frauchen hat sich gefreut! Söhnchen auch! Am nächsten Morgen Kunden in Stoon beliefert, Truck getauscht und weiter.....
Die ganze Woche hatte ich keine nennenswerten Wartezeiten. Am Wochenende hatte ich dann mal wieder von Regina einen Turnpike nach Winnipeg. Aber ich hatte etwas Glück, denn diese Trailer kamen aus Calgary und waren noch aufgehookt, das heißt ich brauchte den Turnpike nicht zusammenbasteln, nur aufsatteln und weg aus diesem Yard. Etwa 10cm steht der Matschjoghurt hoch. Das ist'ne Sauerei! Ohne Stiefel geht da gar nix mehr. Traurig zu sehen, dass alle umliegenden Höfe trocken sind. Durch das Auswaschen der Betontrommeln der Betonmischer ist der Boden quasi versiegelt, aber nicht befestigt. Lust auf 'ne Schlammpackung, bitte hier!


Aus Winnipeg gabs einen Turnpike nach Calgary und da wieder einen Singletrailer zurück nach Winnipeg! Am Montagabend fing es dann bei Medicine Hat an zu schneien und wollte nicht aufhören, ich blieb in Swift Current stehen und am nächsten Morgen kam dann das:




Zum Glück nicht Meiner. Ich denke der hat sich wo reingebremst....

In diesem Sinne: Gute, unfallfreie Fahrt durch den WINTER !!!!

Es ging dann weiter nach Winnipeg. In Winnipeg angekommen, rief ich meinen Lieblingsdispatch an (mir wächst gerade 'ne Nase) und fragte ihn meinen Spruch : Hi Dispatch (Name durch die Redaktion geändert :-) Trip or Truckstop? Hat sich bei mir so eingebürgert, jeder weiß was ich meine und bekomme immer'ne einsilbige Antwort..... nicht bei diesem Liebling....
Er stammelte, dass noch ein Turnpikefahrer vor mir an der Reihe wäre und er die Liste erst später am Abend fertig habe. Es war gegen 19 Uhr und ich hatte schon knapp 10 stunden Lenkzeit hinter mir, also unterbrach ich meinem Liebling etwas abruppt und sagte:“Ok, no problem, write down in the Trucklist available at 8am, thanks, good night.“
Ich konnte heraus hören, dass er froh war, nicht noch was zurecht suchen zu müssen. Seit dem ich mit ihm bei meinem Driversupervisor saß, ist er etwas „vorsichtiger“ im Umgang mit mir, denn er bekam weniger Recht als ihm lieb war. Böser Totti!
Am nächsten Morgen meine kurze Anfrage per Satelite, ob es schon einen Plan für mich gäbe. Kurze Antwort, ob ich'ne kurze Tour nach Grand Forks,MN haben wollte. Antwort von mir, „Ja, warum nicht?“
Bedeutet: kurz US Stunden errechnen und ich entschied, dass ich mit 5 Stunden rein- und rauskomme!
Also ab in unseren Yard nach Winnipeg und weiter Richtung Grenze. Kurze Erläuterung beim Grenzer und weiter nach Grand Forks,MN. Eigentlich liegt der Hauptteil der Stadt ja in North Dakota, fährt man aber über die Brücke ist man in Minesota!
Beim Kunden wurden dann 24 Bigbags geladen, etwas über 43.500 Pfund, da musste ich die Achsen und nochmal das fifth Wheel 2x verschieben und es hat grad so gepasst.
Ich musste dann aber doch stehen bleiben, denn ich hatte nur noch eine Stunde legale Fahrzeit übrig, und blieb also am Truckstop stehen, machte meine Papiere für den Zoll fertig, telefonierte mit dem Broker, faxte und als ich kurz danach wieder beim Broker nachfragte ob sie die Papiere erhalten hatten (müssen wir so machen), bekam ich die Antwort, wir arbeiten dran – fast fertig! Also startete ich kurz nach Mitternacht Richtung North Portal, rund 300 Meilen. Ab Minot wurde das mit dem Schneeregen mehr. Auf dem ganzen Weg kamen mir 3 Trucks entgegen. Die Ami's machen das richtig, die pennen Nachts!
Gegen kurz nach 6 war ich dan endlich in North Portal hat ganze 2 Minuten gedauert, die Fahrt der letzten 100 Meilen war recht langsam, und die letzten 50 Meilen auf geschlossener Schnee/Eisdecke. Ich entschied mich nach der Grenze, als ich an Weyburn vorbei war und mit 70 km/h den Berg hoch durchdrehende Antriebsräder hatte, trotz ordentlich Gewicht auf den Achsen, schießlich hatte jede Achse bis auf paar Pfund ihr Maximum, in Estevan an der Husky einen kurzen erholsamen Schlaf zu genießen und den Snowblows die Zeit zu geben den Schnee, das Eis auf der Straße befahrbar zu machen. Es war allerdings ein Feiertag, der Remembrance Day. Dementsprechend weniger Personalbesetzung. Um halb 10 fuhr ich dann weiter und seltsamer Weise waren die Fahrzeuge die kreuz und quer in der Ditch standen meistens Fahrzeuge waren mit ALLRADANTRIEB! Die denken wohl sie hätten den Antischlidderschein wegen dem Allrad.
Tja, ich hatte Anfang der 90iger auch nen Pickup, nen Toyota Highlux 4x4, eigentlich 'n geiles Auto für damalige Zeiten, aber 2,0ltr bei 4 Zylinder eine Zwergenmotorisierung gegenüber den Fahrzeugen hier, aber kräftiger Durst, rund 18ltr hatte der sich auch genommen. Ich hatte mir damals den Spaß erlaubt, als Ende November 91 der Schnee so dolle anfing, mich Nachts auf die Buchholzer Straße zu stellen, und hoch und runter zu fahren.. Ja, die ein oder andere Mark hab ich gemacht durch rausziehen von in den Graben gerutschten Autos! Aber auch der Allrad war kein Freibrief wie das manche hier denken...
Ab Regina wurde die Straße dann trocken und ich kam etwas müde, aber gut gelaunt zu Hause an und genieße nun mein Freies Wochenende!!

Und nu noch paar Foddos!

So siehts von außen aus...


und das ist der Blick von innen nach außen. Ich werde demnächst meine Angelausrüstung mitnehmen, vielleicht beißt ja was an..


Ist das nicht ein schöner Sonnenuntergang? Zwischen Regina und Saskatoon!


Mir hat die Brücke gefallen...