Freitag, 24. September 2010

Frei!!


Tach auch!
Danke für die Antworten auf den letzten Blog "Kommentare".
BPC hat natürlich Recht, alle Zahnräder sind wichtig, keiner mehr oder weniger, denn ohne des einzelnen funktioniert das System nicht...
Welches System eigentlich, das das hier nicht vorhanden ist??
Ich kann leider nicht inne halten, und muß sagen, das hier leider die Linke nicht weiß was die Rechte tut.
So macht Totti mal wieder ne Irrfahrt durch Alberta und muß anschließend sagen: "Ey, irgendwann ist auch mal Feierabend..."


Der Umgang mit unseren Dispatches kann zeitweise zur gelegentlichen Gesichtsmuskelirritation führen....


Turnpike fahren.
Das fahren von Terminal zu Terminal ist nicht schwierig, man braucht etwas mehr Platz an Kreuzungen und in Kurven, es dauert was länger bis man Geschwindigkeit hat und bei der Durchquerung einer Stadt sollte man sich Zeit nehmen und alles im Auge haben, damit man nix unter die Räder bekommt was da nicht hingehört!
Was ich echt Schexxe finde ist: wenn mann dieses Teil zusammen führt kann es schonmal dunkel sein, nicht alle Höfe haben eine gute Beleuchtung, die Böden sind verschlammt (siehe vorletzten Blog) der Boden ist uneben, eventuell regnet es, man sieht nix und ist allein....
Alles noch kein Beinbruch. Sollte jetzt aber ein Unfall passieren und man hat sein Händy nicht in der Tasche... man würde erst am nächsten Morgen gefunden werden, im Sommer eventuell recht erfrischend, aber im Winter eine eiskalte Vorstellung... Ich möchte mir das nicht vorstellen, es geht mir aber nicht aus dem Kopf genauso wie der ewig wichtige Satz:" Safety first!"
Der Trunpikeverkehr funktioniert hier irgendwie nach dem Motto: "Auf Teufel komm raus".
Wie gesagt ich bin noch nicht ganz im Reinen damit, dass die Dinge drumherum nicht stimmen. Die Bezahlung um bei Wind und Wetter das Ding zusammenbasteln, das ist kein Job von mal grad 10 Minuten, ich denke 'ne halbe Stunde ist auf jedenfall nicht zu lange und oft dauert es doch doppelt solange.
Das nächste Problem: Wo kann ich den Zug wiegen?? Entweder ich vertraue (besser nicht) den Dispatches und rechne das Gewicht laut Ladepapiere zusammen, addiere Truck, Trailer und Converter und hoffe es passt, ja oder..... man hat wenig 'ne Wahl.
Ich war also in Edmonton, bekam einen Trailer für Lloydminster, sind rund 260km, dort sollte ich einen Trailer nach Regina fahren, sind rund 550km. Am nächsten Morgen habe ich also den Trailer für Regina aufgenommen, bin ins Büro.... Leute geht wieder ins Bett wenns zuviel wird!
Irgenwas sollte an dieser Ladung, die seit dem Tag vorher fertig war, nicht in Ordnung sein. Leere Trommeln sind ja auch so anspruchsvoll... Also habe ich den Trailer wieder abgestellt und angefragt was denn jetzt passiere, erstmal nix. Ich habe stundenlang genau auf dieser Stelle gestanden und hab "Grey's Anatonie" auf dem Laptop geschaut, gegessen, mich gelangweilt, gegen Mittag kam dann die Nachricht: leeren trailer nach Edmonton fahren... 10 Minuten später war ich vom Hof, auf dem Weg nach Edm.
Dort bekam ich recht zeitig die Mitteilung Pike to Lloyminster and Regina.
Im nachhinein glaube ich das ich über 63500kg war, ich hatte dem Dispatch vertraut (Ich weiß, ich schrieb gerade "besser nicht") Wir haben in unseren Truck eine Anzeige die den Druck auf die Federung unserer Antriebsachsen anzeigt. Bei meinem Truck ist es so, dass ich bis 68 PSI auf dem "drive" haben kann, dann bin ich bei etwa 17000kg auf dem drive, das Maximum!
Die Anzeige zeigte "68 PSI". Bei etwa 35000lbs im Trailer ist dieser dann fast ausgeladen, der zweite Trailer zeigte mir dann in Lloydminster "52 PSI" das sind ca 14000kg auf dem drive, wenn ich jetzt zusammen rechne... Ich bin mir bei den Gewichten vom Turnpike noch nicht sicher, vielleicht fehlt mir da noch die Erfahrung, das fahren ist ok, etwas langsamer, aber ok.
In Lloydminster wollte ich dann die Achsen verschieben auf die 41 Footmarke, das ging dann nicht weil ein Bolzen der das Ganze arretiert (eine Idee für einen der nächsten Blogs, mach ich!)
sich nicht ins Gehäuse zurückfahren lies, weil das Gestänge abgebrochen war..Ich muß aber den ersten Trailer auf der 41Foot Marke haben, hat was mit dem Kurvenradius zu tun...
Ich rief also den Dispatch an und konnte den leeren Trailer da lassen wo er war, in Lloyminster. Also weiter nach Saskatoon, wo schon ein Kollege wartete um nach Regina weiter zu fahren, meine Schichtzeit war in Saskatoon zu Ende! Nach dem absatteln hatte ich Probleme mit meiner Federung an den Hinterachsen, also einen Crysheet (Werkstattzettel) geschrieben und nach Hause zum schlafen damit die Werkstatt um 8Uhr anfangen kann das Problem zu beheben... Pustekuchen! Ich habe dadurch mal wieder eineinhalb Tage früher frei als geplant und verliere mal wieder ein Teil des Einkommens, ich staple mal tief und kalkuliere 700 verlorene Meilen, bedeutet rund 320$. Vorausgesetzt ich hätte auch was zu fahren gehabt...
Naja, das grinsen meiner beiden Söhne und die schönen blauen Augen meiner Frau...helfen mir die Faust in der Tasche zu machen!
Dienstag haben wir unseren Medical Exam und sind wieder ein Schritt näher an der PR. Max ist schon Citizen, ihr wisst, er ist hier geboren...

Take care, all together! Have a nice weekend!!
Euer Totti!

PS. Bilder kommen noch, ich hab die Kamera im Truck vergessen, kann also jetzt nix hochladen, mach ich aber, hab GROSSES fotografiert ;-)

Hier sind die Foddos!


Dienstag, 21. September 2010

Kommentare

Hi zusammen. Wie ich ja des Öfteren darum bitte, bekomme ich auch Kommentare. DANKE dafür.
Ja das Neuwieder Becken, ich liebe mein „Burgen-Land-(Kreis)“ BPC, Du verstehst schon!
Freu Dich auf die Pension! Zeit, um uns zu besuchen, ach nee, Pensionäre und Arbeitslose haben ja keine Zeit, wir 4 würden uns aber trotzdem freuen! Riesig!

Die Kollegen Axel, Joe, Steffen und wie 'se alle heißen, ich denke jeder Leser eines Trucker-Blogs bekommt viele Bilder, viele Trips, viele Breakdowns, mißdispatch und vieles Weiteres zu lesen. Und darum möchte ich jedem Nichtrucker mal bitten, darüber nach zu denken, wer da vor einem her fährt! Egal wo auf der Welt, kein Güterzug liefert beim Supermarkt an, kein Auto fährt selbst zum Händler und manche Bäcker backen gar nicht selbst, jedenfalls nicht richtig, das anrühren des Teigs, das vorbacken, ist sehr oft industriell (man nennt es Teiglinge), wer weiß denn welchen Weg die Erdbeeren schon hinter sich haben? (Grenzkontrolle bei Axel auf dem Weg nach Saskatoon, vor einigen Wochen in seinem Blog)...

Diese Kollegen sind alles Menschen, mit ihrem ganzen Können lenken sie riesige Blech/Aluminium-Büchsen durch den Alltag. Zentimeter genau, Zeitgenau und oft sehen sie Dinge, die der normale Verbraucher nicht einmal erahnt! Wer nachts im (quasi) blindflug ein Deer (Reh) oder ein Moose von der Straße bügelt, oder ob es nur ein Vogel war der buchstäblich die Kurve nicht bekam, weiß wovon ich schreibe.

Welcher Leser hat sich über diese Fahrer einmal Gedanken gemacht? Wer könnte das sein, hat er Kinder, ist er verheiratet? Ist dieser Mensch glücklich, hat er Probleme? Ist dieser Mensch stolz auf sich und sein Leben? Diese Männer und Frauen leisten zu jeder Sekunde hinter dem Lenkgrad 100% Können!

Wer in ein Flugzeug steigt, wird von einer Armada Menschen betreut, 8 Stewardessen, 2 Piloten, Ingenieur... und dem Autopilot. Von Frankfurt nach Calgary ist man ungefähr 9 Stunden in der Luft, und davon übernimmt rund 8 Stunden der Autopilot die Route und wird von mehreren Fachleuten „lediglich“ überwacht. Nickt der Pilot mal weg in seiner „Ruhephase“ - kein Problem.
Calgary – Vancouver ca. 10 Stunden Fahrt. Alleine, keiner der Sandwiches oder Getränke serviert, ja aber mit Cruisecontrol. - Aber kein Autopilot, ein Mensch der gerade eine riesen Verantwortung trägt, Für sich, seine Ladung und alle Verkehrsteilnehmer in Reichweite!
Egal ob Calgary - Vancover, ob München – Hamburg, oder Sonstwo - Irgendwo, immer im Prinzip das Selbe! Wir verdienen weniger als 'ne Stewardess, und werden vom Gehalt eines Piloten nur träumen können.... Dabei sind wir doch auch „Piloten“, oder?

Also, bin ich als Fahrer stolz auf das was ich tue, ich kenne mich mit Physik aus, Hydraulik, Pneumatik, mit Motoren und Getrieben,die Starßenverkehrsordnung, mit Wetter, mit Menschen, genauso wie alle meine anderen Kollegen! Wir bringen Euch das Zeug, was ihr zu Hause im Kühlschrank, im Vorratsschrank, im Kleiderschrank, an den Wänden, in und um eure Häuser habt......

Danke für eure Kommentare, euer Interesse, es zeigt, das jeder einzelne der was zu sagen hat auch registriert wird. Ich würde mich freuen, wenn das so bleibt!

Angst? Nein! Ich denke ich brauche mich vor niemanden zu verstecken! Halleluja! ;-)

Euer Totti!

(Sorry, hier kam wohl grad der Versicherungs-Fuzzi in mir durch, und Fotos hab ich grad nicht, jedenfalls nicht zu diesem Thema.... oder doch?)

Samstag, 18. September 2010

Halleluja!!!!! (überarbeitet)

Halleluja....
Nein, keine Panik, nix was irgendetwas mit dem Mann da oben zu tun hat, sondern eigentlich der Ausdruck über viele Dinge!

Ich hatte mein Wochenende von Donnerstagmittag nach Montagfrüh geplant, wie immer.
Dienstagmittags kam ich in Saskatoon an und fuhr Nach hause zum schlafen, „melde Dich morgen früh um halb 9 hieß es vom Dispatch, gesagt, getan: „Nothing yet“ war die Antwort, Mittags sollte ich wieder anrufen.... „Nothing yet“ hieß es wieder und nur noch 24 Stunden bis zu meinem Offtime! Um etwas vernünftiges fahren zu können, zu kurz! Ok, verlegen wir meine Offtime, ich bin Freitag ab 8 Uhr wieder verfügbar... "Ok, sehr gut bis dann..." war die Antwort des Dispatch.

Ich mache so was nicht wieder! Wenn man echt zu doof ist um eine Firma effektiv zu managen... Ich denke in Europa kaum 4 Wochen überlebensfähig! Nicht die Firma, die Leute, die versuchen hier den Tag rumm zu kriegen, wissen die eigentlich warum die morgens aufstehen?? Halleluja!!
Herr schmeiß HIRN vom Himmel!!!

Samstagnachmittag, nach dem ich Freitag 4x und Samstag 2x anrief, bekam ich den Auftrag am Sonntag um 5 Uhr früh einen Trailer in Saskatoon zu liefern, Tiefkühlkost. Anschließend so gegen 9 Uhr, einen anderen Trailer nach Winnipeg zu fahren.... grrrmpf.

Besser als nix, also stand ich um 3.30 Uhr früh auf, packte meine Sachen ließ Frau und Kinder schlafen, setzte mich in meinen 8 Zylinder und startete um 4.15Uhr um meinen ersten Trailer zu holen. Tja nach einigen Runden im diesem und jenem Yard, Gespräch mit dem Securitytyp, es gab weder Papiere noch einen Trailer für diesen Auftrag. Um 5 Uhr schrieb ich dann eine Message an den telefonisch nicht erreichbaren Wochenenddispatch und teilte mit, zur Husky zu fahren, noch bis 9 Uhr zu schlafen und dann nach Winnipeg zu starten...
Husky (ein Truckstop) und dieser Kunde sind recht nahe beieinander, also fragte ich höflich ob eventuell dieser Trailer nach Winnipeg schon „fertig“ sei...Klar, sagte der Mann an der Pforte: „seit gestern Mittag schon...“

Ich nahm also Papiere und Trailer und startete nach Winnipeg. Morgens um 5.
Der Dispatch meldete sich auch kurz darauf per Message auf meinem Satellit und entschuldigte sich für das Durcheinander, dieser nicht vorhandene Trailer sei schon von Freitag auf Samstagnacht geliefert worden... Hey, tolle Übersicht und perfekte Organisation! Setzen, Sechs!
(Man denke an die 4 Wochen!)

Von Winnipeg gabs dann einen Turnpike zurück, nach Edmonton. Aber beide Trailer mußte ich selbst in Winnipeg laden, in S'toon machte ich halt und schlief zu hause bei Frau und Kinds, die haben sich gefreut! In Edmonton angekommen lieferte ich am nächsten Tag um 6.30 im Kühlhaus an, und die brauchten doch tatsächlich 5,5 Stunden zum ausladen. Ich sollte anschließend 2 Trailer zum Turnpike nehmen, (den einen selbst beladen lassen, der andere war fertig auf der anderen Seite von Edmonton) Ich wog beide Trailer, und es war unseren Turnpikegöttern in der Dispo garnicht recht, das ich sagte: "Sorry ich glaub ich bin zu schwer“ Maximal darf der Zug 63500 kg haben, der Wiegezettel mit dem ersten Trailer 39490kg, der zweite 29550kg, ziehe ich die Zugmaschine mit 8800kg ab und rechne 1000kg für den Converter dazu (quasi die Vorderachsen und Anhängerkupplung des zweiten Trailers) komme ich auf summasumarum auf 61240 kg. Das wäre legal, vorrausgesetzt dass das Gewicht meiner ZM tatsächlich 8800kg beträgt, was ich noch nicht weiß, aber herausfinden werde! Ich ließ also den 2.ten Trailer in Edm und fuhr mit Trailer und Convertrer nach Lloydminster um dort einen leichteren 2.ten Trailer zu holen. Ich übernachtete an der Husky. Am nächsten Morgen sparte ich mir für den 1 km zum Yard, den Pretrip, ich hatte vor ihn auf unserem Betriebshof zu machen, 5 Minuten entfernt. Tja, und “Halleluja!“ was hängt den da runter? Meine Bremsleitung vom 1.ten Trailer zum Converter, wo ist den die Kupplung dazu? Abgebrochen???? Weg! Nicht da! Nur ein Loch im Stahl! (Schade, ich habs NICHT fotografiert!)

Ich informierte das Callcenter, die schickten einen Mechaniker und in der Zwischenzeit baute ich mal wieder einen 41 Meter Zug zusammen. Um halb 10 war Abfahrt nach Regina. Dort sollte ich den 2.Trailer los werden und weiter nach Coderre, SK fahren. Ich wollte doch mein Herbizit loswerden!
Lloyd, ein Kollege, sagte mir : Oh oh, schlechte Straßen und Gravelroad...und viele Deers auf der Straße.. er hatte recht.
Halleluja!! Waren die Straßen schlecht. Und der Kunde, ein Farmer, fast mitten in der Pampa. Jetzt weiß ich auch warum sonst keiner dahin wollte.... Ja, die doofen Immi's.... das kriegen'se organisiert...

Mein Tag begann um 6.15 und endete um 22.15Uhr und wurde dann gefragt, ob ich noch ein bisschen in der Nacht fahren könne.... Halleluja 70 Stunden in 7 Tagen laut Arbeitsvertrag hab ich ja unterschrieben, ok! Nicht 64 Stunden 4 Tagen!! Auch wenn's legal ist bei 16 Stunden maximaler Schichtzeit, davon 13Std fahren, 2Std nicht fahren, 1 Std Pause! ABER das Gesetz erlaubt auch „nur" 70Std in 7 Tagen, Macht man also 4 x 16 Stunden, haste am 5.ten Tag maximal noch 6 Stunden und man muss einen „Reset“ machen: 36 Stunden „Offduty“, also frei! (US 34 Stunden)

Ich rief aber dann an und klärte das (höflich) und es war dann auch OK. Mag sein das mancher Kollege so fahren kann, ich nicht. Ich brauche meinen Schlaf! Es bringt niemanden was wenn ich irgendwo in der Ditch lande und etwas passiert. Und komplett ohne Rhythmus fahren Tag/Nacht... nee, auch deswegen bin ich nicht hier!

Den Tag (Freitag) verbrachte ich dann in Regina mit warten (auf ein Halleluja??)
Der Yard jedenfalls ist ein doppel Halleluja!! Ich glaube in Deutschland würde schon längst gestreikt werden deswegen! Siehe Bilder! Knietiefer Batsch, wohin man schaut. Teilweise sind die Felgen bis zum Ventil im Schlamm.... Leute, was soll das? Die Firma LAFARGE reinigt sogar ihre Betonmischer auf unsrem Yard, wird mit Wasser gespült und bei uns während „einer Runde“ auf unserem Yard einfach abgegossen. Denken die dadurch wird der Boden härter?? siehe Bild!!











Das ist doch eckelig, oder?

Dadurch ist dieser Schlamm derart flüssig ….. Halleluja!!

Zum Glück hab ich Gummistiefel aber das ständige rein und raus, Stiefel an Stiefel aus, ich hänge sie mit Bungies immer an mein Auspuffrohr um dem Dreck nicht im der Kabine zu haben.... Dann fahren wir mit den hochgradig verschlammten Truck und Trailer auf die Straßen und schleudern erst einmal den ganzen Dreck auf die Straßen. Steine, Batsch, Dreck.... Das sieht aus wie die Einfahrt einer Kiesgrube, ist es aber nicht, das ist CANADA! Es gibt viele Trucking Companies die haben quasi eine Sandkaul als Betriebshof, es gibt aber auch welche die haben recht gute Höfe, womit die Aussage des Supervisors widerlegt wäre, der meinte, man könne die Yards nicht befestigen wegen dem sandigen und immer in Bewegung seienden Untergrundes.... wieso kann es dann der Nachbar??
Wenn die Höfe mal verfüllt werden, da sich Schlaglöcher bilden und die Höfe die sich mit der Zeit auswaschen, wird feinsandiger Boden verfüllt.....(Halleluja) warum kein Granulat? Recht grobkörnig?? Dieses feine Etwas fährt sich doch eh beim nächsten Regen wieder selbst vom Yard. Ich gebs auf. Es gibt hier ein Motto:
„Das machen wir schon immer so, und in Zukunft nicht anders“
Das wird dann auch der Grund sein warum viele Menschen nach Erhalt der PR schleunigst die Provinz verlassen. Die können froh sein das man schon Mobiltelefone benutzt und von den Rauchzeichen weggekommen sind. Wobei bei Rauchzeichen keine Roaminggebühren anfallen, um den Nachbarsort anzurufen! Halleluja!!

Es wird Winter, der Juli und August sind rum.. Jetzt ist Winter, Naja fast, um die Null Grad Nachts noch kälter. Aber nur im Kühlschrank „Prarie“ östlich und westlich jeweils noch weit über 10°C.
Wenn ich nicht wieder laufend um diesen blöden Kirschbaum fahren würde, könnte ich auch vielleicht schöne Bilder liefern!

Am 28.September haben wir unseren Medical-Termin, hoffe es geht vorran!
Mit bissi Glück sind wir vor Weihnachten PR! Halleluja! Dann werden wir mal zusammen rechen welche finanziellen Mittel das alles aufgebraucht hat.... Ich glaube langsam wird das 5-stellig!

Achso, In Winnipeg war ich leer um 8.30am nach 7 Stunden Arbeit bekam dann einen Trailer nach Vancouver. Start war morgens um 2 in Regina, ausladen in Wpg um 8 Uhr (9 Uhr Ortszeit) und sollte am nächsten Tag (40 Stunden später) in Vancouver liefern.... wie soll das denn gehen? Fliege ich ne CH53 oder so? Nee, Freightliner Classic mit einer 16jährigen Maschine in einem 5 jährigen Body...... beamen wurde noch nicht erfunden!! Gott-sei-Dank!!! Dann wäre wohl der Beruf "Trucker" Geschichte ... Halleluja!!

Wie die Geschichte ausgeht, weiß ich noch nicht, ich bin ja noch auf dem Weg, Update gibbet hier!!

Euer Totti!

Update: Ich „durfte“ dann den Trailer in Calgary droppen... Der Dispatch dachte doch tatsächlich man könne knapp 3000km in 48 Stunden fahren (inclusive 2x schlafen). Träumer! Da bin ich jetzt mal gespannt was höhere Instanzen dazu sagen, weil: so nicht!!
Ich glaube jetzt werden sich einige canadische Truckerkollegen laut lachend auf die Schenkel klopfen und das ganze als Witz betrachten, nee Kolegen, das ist es nicht mehr. Hier geht es mittlerweile um die nicht ausgesprochene Erwartung das Logbook zu faken, Gesetzte zu überschreiten und die Gesundheit des Fahrers und die Existenz einer Familie, wie ihr wisst:
keine Meilen – keine Kohle, auf's Spiel zu setzen.

… ah, da fällt mir der schöne Spruch auf der Mappe vom Gouverment ein, in der meine/unsere Nominierungs- und PR-Papiere waren:

„Build your future with SASKATCHENWAN!“

Halleluja, slowly I am scared!!!


...so long! Totti!

Mittwoch, 8. September 2010

Der Urlaub ist rumm....

... und viel ist geschehen.

Wie der Eine oder Andere vielleicht weiß, war meine Frau schwanger. Der Doc sagte das Kind käme definitiv früher. Die Aussage hatte der Doc ohne Absprache mit dem Baby gemacht, es kam später!

Der Abend davor, im Diefenbaker Park bei uns um die Ecke mit Blick auf den South saskatchewan River... 5 Minuten von unserer Wohnung.

Termin sollte der 16te August sein, Ich ging am 10ten in Urlaub, um in der Zeit um die Geburt für Frau und Sohnsche da sein zu können. Ich hatte dann auf Freitag den 13ten gehofft, dann wäre ich mit exakt 91 doppelt so alt wie mein 2.ter Sohn alt sein wird.... (Ja, wer jetzt rechnen kann ist klar im Vorteil) small joke at the edge!
Wir warteten und warteten. Der Bauch wurde dicker und dicker und Kat fühlte sich super wohl. Keinerlei Komplikationen oder sonst was. Kat hatte Geburtstag, Kerstin hatte Geburtstag, aber der GEBURTSTAG unsres Babys lies auf sich warten. Montag war Kat bei der Ärztin und es wurde vereinbart, dass am Mittwoch die Geburt eingeleitet würde, per Cocktail.
Am Mittwoch meldete sich keine Universitätsklinik. Kat rief dann an und fragte nach. Oh, we are so busy today, can you wait till tomorrow? Äh, ja-nee-iss-klar!! Grrrmpf!
Solange kein eWehen kommen....
Am Donnerstagmorgen, sagte meine Frau zu mir: Ich hab Hunger, ich will Crossaints und ne Tasse Kaffee, dann fahren wir ins KH, heute könnte es sein das er raus will!
Wie reagiert ein Mann da? ;-D
"Schatz, haste Wehen, geht es Dir gut, müssen wa ?"
Fragen über Fragen. Aber Mama ganz cool:" Erst Frühstück, vorher wird hier keiner geboren!"

Kurz vor 9 verliessen wir die Wohnung, kurz vor 10 waren wir in der UNI-Clinic.


Wir also rein, Kat angemeldet durch die Gegend gelatscht und den richtigen Aufzug gesucht. Schön das keiner so genau weiß wo die Geburtenstation ist.... im 4.Stock! Neben der Cafeteria den Aufzug nehmen und sie sind da... könnte ja so einfach sein, besonders bei Frauen die sagen:
"Yes I have contractions!"
Kat bekam das Leibchen im Vorbereitungszimmer an, sehr kleidsam (ironisch). Der Wehenschreiber wurde angelegt und die Anzeige sagte: "25"
von Wehe zu Wehe wurde es mehr, nach ca 20 Minuten kam ein Assistenzarzt in Ausbildung (a la Grey's) und untersuchte Kat: Muttermund 8 cm! Jetzt wird's Zeit das Zimmer zu wechseln!
Die Wehen waren da schon bei fast "90"
Also Umzug! Kat im Kittel, ich als Packesel, und Anton zog den Koffer...
Im Geburtszimmer gings dann los, die Wehen wurden schnell noch heftiger, Kat bekam Oxydgen-Gas zum inhalieren. Keine Pillen keine Spritze, sie wollte dies nicht. Hut ab!!
Anton saß an der Seite, das Netbook vor sich und schaute sich König der Löwen an und beobachtete zwischen durch was so passierte. Irgendwie war alles recht entspannt, kein Stress oder so.
Der "echte" Doctor kam, begrüßte Kat herzlich, er hatte auch einige Untersuchungen vorher während der Schwangeschaft gemacht und gab den Kollegen kurze und klare Anweisungen. Ich war die ganze Zeit an Kat's rechter Seite. Dann fingen kurz drauf die Presswehen an, sie brauchte auch "nur" 6 davon und MAX war draußen! um 12.10pm 3490Gramm auf 53cm. Und ich durfte auch die Nabelschnur durchschneiden! Hey habt ihr gewusst wie feste die ist? Ja, leckomio! Ich dachte erst die spezielle Schere sei stumpf! Ich hab es aber geschafft Mama und Sohn zu trennen... Ein Bild werde ich nie vergessen, der Kleene kam raus und wurde von der entbindenden Ärztin sofort auf Kat's Brust gelegt, aber er atmete noch nicht (aber normal) und auf der Brust liegend zog er 3x nach Luft ohne zu atmen und dann der erste Atemzug und der erste Schrei und ich in 1ter Reihe direkt daneben, das habe ich so bei der Geburt meines ersten Sohnes nicht gesehen.

Das erste Foto von Mama und Max


Anton saß wie gesagt die ganze Zeit dabei, fragte zwischendurch das eine und andere wegen der Geburt und blieb richtig cool! Er meinte dann das die Plazenta aussähe wie ein Steak, ich meinte dann, wohl eher wie ne Pizza Magherita... Nein, wie ein Steak, Anton besteht drauf!
Das Blut, die Plazenta und alles drumherum hat ihn sehr interessiert... schließlich will er ja schon seit Ewigkeiten Arzt werden! Und jetzt endlich hatte er "seine" erste OP, naja, nur ne Geburt...
Und er ist mächtig stolz auf seinen kleinen Bruder, nur anfassen möchte er ihn noch nicht.
Mittlerweile aber schon und er streichelt dem kleinen Bruder hin und wieder über die Haare.

Dies ist der erste Tag zuhause, kaum 27 Stunden nach seiner Geburt!

Das tolle ist (und das haben wir erst vor kurzem erfahren) er ist schon canadischer Staatsbürger, also Citizen, wir warten noch immer auf die PR....

Leider sind Kat und Max erst Freitag den 27ten August heim gekommen, mein Urlaub endete am Montag den 30ten. Mir blieben also nur 2 Tage mit Frau und Kindern.

Die Arbeit
Montags ging es für mich dann endlich mal wieder in die USA.
Genauer gesagt nach Ames, Iowa. Beim Kunden stellte ich dann mal wieder fest, dass ich einen neuen Reifen brauchte, rechter zweiter drive innen: geplatzt! Aber "nur" an der Seitenwand die Lauffläche war ok, also konnte ich zum Reifenservice in Altoona,IA fahren, Pilot Truckstop Bosselmann! Die haben gewechselt und gesagt: It's crazy we didn'see that before it is very special.
Hier das Foto

Der Reifen hat 4 Löcher, fast zum Quadrat! Also ein oder 2 Löcher, nahe beieinander - OK! Aber 4 Löcher quasi zum Qadrat...
Die Rückladung habe ich in North Liberty,IA bekommen nördlich von Iowa City. Eine Ladung Kühlschränke, quasi eine "Flugladung" damit kann man über die Highways fliegen: weil kaum Gewicht!
Zurück in Canada sollte ich dann in Regina meinen Trailer droppen und es ging dann nach Winnipeg, mit diesem Gefährt!

Mein erster Turnpike!
Meine neue: Unit 605, wie ihr wisst mein/unser alter Teamtruck. Da mein Kollege ja wieder in Deutschland die Strassen unsicher macht mit seiner Fernseh Crew, bekam ich 605 wieder.
Im Vergleich mit dem Kenny... bin ich froh sie wieder zu haben! Die Federung ist wesentlich komfortabler, die Kabine größer, die Lautstärke die Selbe, genauso wie die Motorleistung. Was mich etwas stört ist der wesentlich größere Wenderadius, den Kenny konnte ich quasi auf 'ner Briefmarke drehen, 605 hat locker einen 35 meter Radius! Und dann Turnpikes fahren!
Es ist ein 2005er, der Kenworth ein 2002er aber ein Ganzer! Wieso? Beim Kenny war alles, Chassis, Motor und Getriebe aus 2002, Unit 605 ist ein halber 2005er, nur das Chassis, Motor und Getriebe sind von Neunzehnhundertsechsundneunzig! (1996) Ja, da kriegt man schonmal ein Knalltrauma wenn man bei offenem Fenster den Berg runter die Motorbremse aktiviert, habt ihr schonmal sowas gehört? (Damit meine ich die Leser in Deutschland, nicht meine deutschen/canadischen Leser und Kollegen wie Joe, Messi, oder Steffen und die anderen...)
Ich bin zu doof um den Blog mit Videos zu bestücken, ja ich weiß: Konto bei Youtube erstellen und los gehts, aber entweder bin ich tatsächlich zu doof oder das Laptop. Ich denke eher der Fehlercode ist : Bzb!
Was das ist? Fragt meinen Freund Brobo in Koblenz! Der hat mir früher viel geholfen Fehlercode Bzb an meinem unzähligen PC's zu beheben.
BENUTZER zu blöd!!! loooool
Jetzt bin ich zuhause und hoffe die haben am Freitag die Santa Monica,CA Load für mich, ich will endlich mal wieder HANF nach Californien fahren!!
Dann gibbet auch wieder Foto's!
Wir freuen uns jedenfalls und sind auch schon 'n Schritt weiter!

Bis bald, Euer Totti!