Hallo zusammen!
Ich startete am Montag erst ein Mal mit mehreren Trailer CITYWORK in Saskatoon. Ist schon seltsam, was?!
Naja, war ja stundenmäßig frisch und außerdem macht man sich nicht kaputt! anschließend brachte ich einen Trailer nach Edmonton. Dienstag wurde entladen und ich fuhr ins Yard. Totti, nicht immer auf's Navi schauen!! Es ging MITTEN durch Edmonton City, aber alles Truck Route!
da könnt ihr sehen wie weit's noch ist
Es ging über den alten Alaska Higway N°97 Richtung Norden
am Brakecheck, 25km vor Fort St John, dieses Schild.
Diese Brücke hat keinen Teerbelag, es ist ein massives Gitterrost.
vielleicht erkennt ihr das Wasser durch die Gitter,
sieht irre aus wenn man drüber fährt.
Im Yard übernahm ich einen Tariler für nach Fort St. John in BC. soweit nördlich war ich noch nie! Die Fahrt dort hin war sehr angenehm und stressfrei, Anlieferung erst am nächsten Morgen!
Gesagt getan. Als ich dann fragte, nachdem ich leer war, was der weitere Plan sei, bekam ich ersteinmal keine Antwort. dann aber die Info:
"Bis jetzt hat der Costumer Service noch keine Rückladung für dich, ich werde dich informieren."
Das finde ich schon traurig, denn eineinhalb Tage zuvor hatte ich die Info das ich hier hoch fahre, also schon mindestens 36 Stunden Zeit um eine Rückladung zu finden. Das nenne ich mal Planung! Wie sagte mein Boss jr beim letzten Treffen, "...schließlich müssen wir effektiv arbeiten um Geld zu verdienen...." wissen das auch die Anderen?? Ich stehe jedenfalls jetzt wieder Mal rum und warte.
Na egal!Vorerst.
Ich habe ja noch das eine und andere Kommentar bekommen, zu "Chinese whispering" und "Blogger zu Blogger" nur noch folgendes:
Ich bin gerne hier, das manches manchmal nicht gerade läuft ist normal, nur wird mir das hier zu häufig.
Ich schaue positiv in die Zukunft, lese die schönen Blogs von meinen Kollegen die regelmäßig in die USA fahren und freu mir 'n Loch in den Bauch wenn Los Angeles die Pässe will.
Eines weiß ich, Kat wird einen schönen Urlaub mit den Kids in Deutschland haben, und ich werde auch 4 Wochen gutes Bier kriegen und 'ne leckere Roßter! Wer jetzt sagt: Aber die Pässe, aber die PR, aber...
Nein, nix "aber" das geht! Alles geplant! :-D
Ohje, was hab ich mit meinem letzten Blog angerichtet?!
Ging es doch eigentlich um meine Erlebnisse der letzten 2 Wochen und freute mich anschliessend über die Kommentare. Doch dann....
Dazu möchte ich mal folgendes anmerken:
Jeder einzelne der als Immigrant auswandert, beginnt eine neue Erfahrung, ein neues Leben. Es gibt verschiedene Wege; mit einem Work Permit ins Land, die Permanent Residenz (PR) schon von Deutschland (oder dem entsprechenden Heimatland) beantragen. Welcher Weg ist der Richtige? Ich denke auf diese Frage gibt es keine Antwort.
Ob als Single oder als Ehepaar mit oder ohne Kinder, alles individuell. Die Erwartungen, wie auch der tatsächliche Ablauf, die Integration hängt auch von der Sprache ab. Es gibt Menschen, die sieht man und weiss, "Mit dem werd ich nie können" Das nennt man: "Die Chemie stimmt nicht" Der Mensch sieht es oft als einen Spruch an, es ist aber das nackte Naturgesetz!
Zum letzten Blog möchte ich folgendes sagen:
Zu Tom und Elisa:
Wir kennen uns nicht und ich kann Euch nur alles Gute wünschen und in puncto Gesundheit das Beste. Allerdings stelle ich es in Frage, ob das alles so abläuft, wie ihr euch erhofft. Als Versicherungsfachmann BWV und ehemaliger SaM der GKV in Deutschland, ich kenne die Sozialgesetze, naja gut genug um Antworten zu geben. Wie gesagt, alles Gute. Auch für eine Wiederkehr nach Kanda, viel Erfolg!
Zum "Märchenonkel" Joe:
Ich finde es respektlos, ihn als "Märchenonkel" zu bezeichnen! Ich habe Jörg vor über 2 Jahren im Westerwald persönlich kennen gelernt. Er ist, wie ich finde, ein besonderer Mensch! Seine positive Ausstrahlung, seine Art zu erzählen, sein herangehen.... Sein Blog erzählt viel Positives, ja! Aber auch Kritiken kann ich deutlich heraus lesen. Man sollte aber auch nicht vergessen, Joe ist "nur" für sich selbst verantwortlich und deshalb kann er ganz anders und viel flexibler reagieren als ich, wir sind zu viert! Es macht schon einen Unterschied ob ich rund 650$ Fixkosten für Wohnen und Adresse ausgebe oder ob ich rund 1500$ ansetzen muß weil die Famile, die 24 Tage im Monat alleine Zuhause ist, lebt und während meiner Abwesentheit Strom, Wasser, Gas, Telefon, ect verbraucht! Essen müssen die auch! Das Auto braucht Sprit.
Joe ist in der glücklichen Lage sich viele schöne Ort anzusehen, seinen Reset dort zu machen, wenn er Lust darauf hat. Ich finde das supi! Das würde ich auch, sehr gerne! Ich kann das so nicht.
Mir wurde gesagt, als ich mich vorstellte in Stoon (ich kam extra aus Deutschland füe eine Woche hierher, zum Jobinterview), im Monat 10000 bis 13000 Meilen, CA-USA, CA-USA, CA-USA hired for bordercrossing! Joe, mach bloß weiter so wie bisher!
Ich bin happy wenn ich monatlich auf 9000mls komme, ich war im letzten Jahr von rund 115000 Gesamtmeilen mit nur 7000 in der USA. Ich wurde für Turnpikes von den Dispatches (Sieben an der Zahl, dazu kommt der Nightdispatch, die Coordinatoren und Supervisor, und jeder will was zu sagen haben) ausgebremst, um Abends Turnpikes 300 Meilen zu fahren und wieder 24 Stunden weggeparkt - deshalb bin ich aber nicht hier her gekommen. Wir kamen mit WP, würde ich nie wieder machen!! Joe kam mit WP und laufender PR und erhielt diese anschliessend auch recht zeitnah. Das hat aber auch eine gewisse Summe gekostet. Es hat sich aber für ihn gelohnt.
Wer war jetzt falsch oder richtig? Keiner! Es ist individuell! Es gibt kein falsch!!!!
Der Eine wartet weniger lange und hat zum Glück 'ne loyale Company, der Andere wartet länger und fährt für einen ausgefuchsten Sklaventreiber. Nicht jeder Immi ist ein Sklave, aber man sollte auch mal wirtschaftlich denken! Was hat eine Firma davon, wenn sie Immi's beschäftigen? Es gibt 'ne finanzielle Förderung, bedeutet Geld bei Nominierung, Geld beim verlängern des WP und nochmal beim Erreichen der PR. Nicht für den Arbeitnehmer, für den Arbeitgeber!! Dieses soll angeblich ein Märchen sein, seltsam nur dass ich das aus entsprechenden Quellen habe... Für die Zeit des WP KANN der Arbeitnehmer nicht so einfach wechseln, also kündigen. Ist also in einer Zwangslage, schaffen um Geld zu verdienen, nicht arbeiten bedeutet keine Kohle.
In SK ist der Trucker kein skilled Worker, die Frau bekommt kein open WP wie z.B. in Alberta. Wir haben kein open WP für Kat bei erreichen der Nominierung beantragt, weil Kat schwanger war. Und die Lage in unserer Firma spitzt sich zu. Supervisor, Dispatches, Highway driver, und Owner Operator kündigen. Es vergeht keine Woche, wo mal NICHT einer geht. Ständig kurzfristig neue Gesichter, die oft nach Tagen/wenigen Wochen wieder verschwunden sind und da soll man nicht stutzig werden? Das liegt meiner Meinung nach nicht am Business. Andere Firmen rollen doch gut! (Wie man liest) Wie mir jetzt arogant und sarkastisch von meinem Boss jr gesagt wurde: Müde zu sein (nach16Std Schicht) ist kein Grund, um die Arbeit abzulehnen/niederzulegen und außerdem sei jeder Fahrer ersetzbar... Ja, auch die Sprüche gibt es in Deutschland und da hat Walter absolut Recht!
Wir sind hier nicht im Schlaraffenland, ABER in einem Land das so riesig ist, viele Menschen, Canadier sehr nett sind, die Natur so unbeschreiblich fühlbar ist, schon einmal einem Waschbär aus einem Meter Entfernung zugeschaut wie er futtert? Einem Goofer? Eine Bärenfamilie am Straßenrand beobachtet, einem Weiskopfseeadler beim Gleiten in der Luft zugeschaut? Einem Elch über die Straße geholfen :-D just kidding! Mit dem Quad einfach mal drauf losgefahren, quer rein? Die riesigen Herden Rinder, Bisons und Pferde, die Sommer wie Winter in den Weiten dieses Landes ziehen? Großartig! Die Route 66 (was davon übrig ist), bei Elvis "Zuhause" vorbei geschaut, Mount Rushmore, Cape Canaveral, CactusCorner, die urigen Truckstops aus Holz, wo der Cowboy noch duelliert. Die riesigen modernen Rasthöfe, wo es Dinge gibt, wovom man in Deutschland nur träumt, auch Geiselwind kann da nur träumen! Die atemberaubenden Sonnenuntergänge, Nachts die Nordlichter... mehr?
Leute, Blogger hört auf mit der Scheiße, euch gegenseitig anzugegen!!! Das kotzt mich an!
Seit ihr im Kindergarten? Ihr seit erwachsene Menschen und habt wohl vergessen, was Respekt ist!?
Meine Konsequenz daraus ist: Die Moderationsfunktion - erst lesen dann posten. Danke, anders war das schöner und ehrlicher und nicht ein "zensierter Blog" es war (ja war) ein ehrlicher Blog! In Zukunft werde ich leider kontrollieren.
So, auf dieses Statement bitte KEINE Kommentare.
Totti! hat fertig. Schöne Ostern. (Walter, Bier steht kalt!)
Es hat mich das letzte Stückchen Loyalität gekostet! Es ging am Montag Früh mit einer Ladung nach Calgary. Am nächsten Tag etwas Citiwork in Calgary und dann Mittags einen Trailer zurück nach Saskatoon. Soweit so gut. Meine Lenkzeit reichte nicht, um Saskatoon am Dienstag anzufahren. Also schlief ich in Kindersley, das ca. 210km westlich von Saskatoon liegt. In diesem Ort hat der Firmengründer sein Business begonnen und deshalb heißt die Firma, für die ich arbeite, ebenfalls so. Als ich dann am Vormittag in S'toon ankam, wurde mir gesagt, ich solle dann jetzt wieder Schluss machen, weil ich um Mitternacht wieder starten solle, um nach Winnipeg zu fahren und anschließend wieder einen super 2 Meilentrip in die USA, nach Int. Falls MN.
Da schon merkte ich, da geht was schief..... Und es ging richtig in die Hose!
Es gibt ja verschiedene Vorschriften, wie z.B. Lenkzeit (on duty driving), Arbeitszeit (on duty not driving) und dann gibt es sleeperberth und off duty.
Wie ihr vielleicht wisst, ist die maximale Schichtzeit auf 16 Stunden (davon max. 13Std Lenkzeit, dann 2 on duty not driving und 1 Std. Pause ist dann Muss)....begrenzt. Je weniger Lenkzeit vorhanden ist, umso mehr on duty not driving ist möglich... (ich weiss, es ist verwirrend, aber auch nicht leicht zu erleutern).
Ein kleines Rechenbeispiel: 9 Std. Lenkzeit +5 Std. on not driving +1 Std. Pause = 16 Std.
Ich startete gegen 23.15Uhr von Zuhause zur Arbeit, startete mein Logbook um Mitternacht, holte meine Ladung und fuhr nach Brandon in Manitoba. Um 8 Uhr Ortszeit war Termin. Manitoba ist 1 Std. voraus wegen der Sommerzeit. Also hatte ich nur knapp 7 Std. Zeit um die rund 650km zurück zulegen. Dort meldete ich mich brav und bekam den Auftrag einen Yardcheck zu machen. Anschließend wurde ich gefragt, ob ich meine 8 Std. Off brauche. Ich teilte mit, das ich müde sei und gerne schlafen würde. „Schön das man dies akzeptierte„ und mich dennoch mit einem leeren Trailer nach Winnipeg schickte. Dort gegen 13 Uhr fragte ich dann, wie die Trailernummer für meine US Tour sei und schrieb keine Citiwork mehr, ich bin müde! Darauf bekam ich dann die Antwort: Wenn ich die Info habe, schicke ich sie Dir sofort, warte! Ok.
Wenn ich um Mitternacht anfange, ist das Maximum der zulässigen Arbeitszeit um 16 Uhr erreicht und dann ist definitiv für 8 Std. Feierabend. Wenn man allerdings in die USA will, muss man 10Std. Off haben, so sind die US-Regularien. Um 17.08Uhr bekam ich dann (fast eingeschlafen) die Info, welchen Trailer ich dann jetzt nehmen solle, um Citiwork machen zu können, um dann anschließend nach Int. Falls, MN fahren zu können. Das sind auch nochmal rund 270Meilen! Also ca. 5 Stunden Fahrt.
Ich habe dann mitgeteilt das ich nicht verfügbar bin, weil müde und außerhalb meiner Schichtzeit und ich frühestens um Mitternacht und für USA erst um 2am beginnen kann.
Ich teilte insgesamt 4x schriftlich mit, das ich müde sei und einmal das ich außerhalb meiner regulären Schichtzeit bin. Wie schön das man liest und versteht....!!!! Weder mein Dispatch, noch mein Supervisor hatten Verständnis dafür und nach einigem Hin und Her drohte mir mein Supervisor sogar mit fristloser Kündigung, weil ich angeblich die Arbeit ohne triftigen Grund verweigere.... Müde zu sein IST ein Grund, um die Arbeit nieder zu legen (Safety Issues). Außerhalb der legalen Arbeitszeit zu sein auch, denn jetzt weiter zu arbeiten bedeutet, man arbeitet illegal, verstößt also gegen das Gesetz.
Asterix würde jetzt sagen: Ja spinnen denn die Römer?
Ich bekam das sogar schriftlich! So langsam kam ich dann in Fahrt! Ich sagte dann meinem Supervisor (per Telefon) sehr langsam und sehr deutlich das ich diese Citiwork so NICHT machen werde und fragte nach, ob er verstanden hat, was ich sagte.... Er bejate das.
Ich wurde anschließend von meiner Tour abgezogen und bekam die Info, bevor ich keine Stellung dazu nähme, würde ich keinen weiteren Trailer zugeteilt bekommen und man würde mich stehen lassen..... Okaaaaaay
Ich fragte dann, ob es ausreiche, wenn ich die CW in den Morgenstunden mache und bekam die Info es müsse (!) bis Mitternacht geladen sein!!!!
Ok, dann bin ich mal raus aus der Nummer! Weil ich ja gar nicht darf (Canada Labor Code). Ich bin ja vorher 16 Stunden on duty gewesen und nun ist meine gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit bis 2am, da ich ja in die USA solle! (Ansonsten ab Mitternacht verfügbar). Am nächsten Tag bekam ich dann die Info, dass mein Supervisor Urlaub mache und ich solle in dieser Angelegenheit mit unserem Manager und Sohn vom Boss sprechen und mich verantworten, ich sei dann in Saskatoon erst einmal suspendiert. Das heißt zwar noch Mitarbeiter, aber ich darf keinen Truck mehr fahren und nichts für KTL tun. Keine Arbeit – keine Kohle.
Aha! So macht man das hier?! Ok. Ich telefonierte mit dem Boss der Union (die Gewerkschaft), der nahm sich der Sache dann an.
Jetzt möchte ich mal die Frage stellen, ob das nicht ein Fall für Service Canada und die DOT ist (Department of Transportation)
Montag war dann das Treffen mit Union, Boss und mir! Gegen 16.30 Uhr saßen wir dann zu Viert im Schulungsraum. Der Sohnemann vom Boss lies ganz schön die Arroganz raus hängen. In dem etwas über Einstündigem „Verhör“ wurde er zeitweise sogar sarkastisch, wobei dann der Chef der Union etwas deutlicher wurde.... Ich denke das der Sohnemann vom Chef versuchte mich einzuschüchtern und mir ein schlechtes Gewissen einreden wollte. Die Frage die ich stellte: „Was habe ich falsch gemacht“ hat er mir bis heute nicht beantwortet. Es passte ihm offensichtlich nicht, das ich sämtliche Messages des Satellitensystems fotografiert hatte, denn die Stellungnahme des Supervisors wurde mir zwar versucht „verbal“ um die Ohren zu hauen, aber einsehen oder gar eine Kopie....? Nein, das würde ich nicht bekommen! Ok, da wird was versteckt! Naja, man trennte sich ergebnislos. Er wolle sich am nächsten Tag bei mir melden... Ok, schönen Abend noch!
Den nächsten Tag verbrachten Kat und ich damit zu telefonieren, mit den Behörden, die in solchen Fällen hilfreich sein könnten. Geschlossene Ohren fanden wir nicht. Man war interessiert und möchte mehr Infos haben.... (Soviel dazu)
Der Anruf vom Manager kam dann am Nachmittag. Ob ich um 16.30 Uhr kommen könne und ob der Chef der Union wieder dabei sein müsse.... Hallo? Selbstverständlich!! Ok, na gut ich sage ihm Bescheid, sagte der Anrufer. Das Treffen war recht kurz. Es wurde versucht aus der Vergangenheit etwas auszugraben, da ich damals aus Unwissendheit etwas falsch machte. Die Sache wurde besprochen und war erledigt, quasi ein „Du-Du-Du“ und gut ist. Wir sind alle nur Menschen und machen mal einen Fehler. Gut, dann versuchte er mit möglichst wenig Info den Vorwurf zu erhärten, dass ich ja öfters Ladungen verweigere. So sagte er, Ladung verweigert am 16. Dezember. Ich fragte darauf hin, was das wäre, denn ich könne mich nicht explizit an dieses Datum erinnern. Er zögerte. Ich fragte dann nochmal und meinte dazu, wenn er mir was vorwerfen will, bitte! Aber bitte bei den Fakten bleiben! Und ich wurde ernster. Er las dann vor und während er las fing ich an zu lachen und fragte ihn, ob das ein Joke wäre?? 16.Dezember, Eis gemeldet auf dem TCH1 zwischen Regina und Swift Current. Ich sollte einen Turnpike, nur mit 2500Pfund geladen (erster Trailer), der ca. 30 Reifen beinhaltete und zu ca 80% leer war, und der zweite Trailer hatte laut Papiere 850, ich weiß nicht ob Pfund oder Kilogramm. Also insgesamt hatte der Turnpike auf 41 Meter rund 3500 Pfund, wie gesagt der Highway war vereist, die DOT hat vor der Benutzung gewarnt und mein Dispatch meinte, Nö, ist doch alles gut, fahr du mal.... Bei einem Turnpike hat der Fahrer die letzte Entscheidung (so auch die Aussage von meinem Supervisor vor Monaten). Ich entschied mich nicht zu fahren und schrieb, dass ich aus Sicherheitsgründen die Fahrt ablehne. Als Single Ladung fahre ich, aber nicht mit Turnpike....
Da wurde der Herr von der Union etwas laut, weil laut Chef jr, eine Arbeitsverweigerung... Er legte den Vorwurf dann nieder!
Er versuchte um den aktuellen Fall drumherum zu reden und es viel ihm sichtlich schwer, als er sagte, dass sie es nieder legen würden, da ich ja alle Beweise zu meinen Gunsten vorgelegt habe und auch aus Firmensicht keinerlei Gegenargumentation statt finden könne, weil ja die mündlichen Aussagen „Chinese whispering“ seien. Er sagte auch, wenn er könne und einen Grund fände, würde er mich kündigen.
Da muss ich dann mal fragen, was soll das denn jetzt? Vergisst der gute Mann das Leute wie ich ihm seine Brötchen verdienen? Ich bin genauso ein Part, wie die Leute im Warehouse oder im Büro.
Ebenso die Aussage: Müdigkeit ist kein Grund um stehen zu bleiben oder gar einen Auftrag abzulehnen – das sah der Chef der Union ganz anders. Ebenso die Aussage, die Fahrer seien alle ersetzbar und wenn es einem mal schlecht ginge, wie gesagt ersetzbar.
Diese Erfahrung und teils auch Aussagen der Konzernleitung haben mich doch sehr erschrocken und der letzte Funken an Loyalität ist verglüht. Ab sofort gibbet nur DnV (Dienst nach Vorschrift) und wenn sich dann mal LA gemuxt hat, na, den Rest könnt ihr euch denken.
Jedenfalls bin ich dann am Dienstagabend wieder gestartet mit einem Trl nach Winnipeg,
Die Wasserlaachen sind teils 25cm tief und man kann einen
kompletten Truck drin parken und kriegt keine trockenen Füsse!
(just kidding)
das war mein Trailer, 20cm tiefer Schlambatsch
dort wo es zur Zeit Landunter ist, weil die geschmolzenen Schneemmassen das Land in riesige Seenlandschaften verwandeln.
Mittwoch lud ich aus, brachte einen Trl nach Carman und holte einen geladenen dort ab. Diesen sollte ich dann im Yard in Winnipg abstellen und wieder eine Ladung Türen beim Kunden abholen und nach Saskatoon bringen. Ich hatte ja Osterfrei beantragt und durch die ganze Angelegenheit einen anderen Rhythmus mit meinen Wochenenden bekommen. Ich sprach aber mit meinem Dispatch und bat ihn, mein OFF für Ostern so stehen zu lassen, und siehe da, ich habe tatsächlich Osterfrei!
Auf der Fahrt nach Stoon musste dann auch mein Truck bei Lanigan,SK (ca. 120km von Stoon) durchs Wasser waten, siehe Video!
Jetzt genieße ich mal wieder Frau und Kinder, Ostersamstag haben wir Freunde geladen. Ich hoffe die Bude wird voll! Bericht folgt. Mal was Erfreuliches dann.
Zu guterletzt möchte ich denen, die interessiert sind einen Job als Truckdriver in Canada in Erwägung zu ziehen den Rat geben: Lies es nochmal! Stelle Dir die Frage, ob du in eine solche Situation kommen möchtest, als Stück „Scheiße“ behandelt, der nix Wert sei, ersetzbar und und und.
Ich habe 12 Jahre Schule, Gesellenbrief im Handwerk, Abschluß als Versicherungsfachmann BWV, habe in der Bank und anschließend als Salesmanager einer Betriebskrankenkasse gearbeitet, eine tolle Zeit gehabt, sichere Jobs und das Abenteuer Canada gewagt weil ich/wir diesen Kontinent als erforschenwert ansehen! Für Bordercrossing to USA als LongHaulDriver eingestellt.... Ich fahre meistens von Terminal zu Terminal, also zu 99% in Canada. Ich war Anfang Februar mal in St.Louis und letztens mal in Fort Frances, wo der Kunde keine 100 Meter hinter der Grenze ist. Dass kann man nicht als US-Trip bezeichnen. Es ist ja nicht alles schlecht, aber in letzter Zeit stellen wir fest, das viele hier nicht wissen was sie da zusammenarbeiten, was sie tun oder wofür sie verantwortlich sind. Alleine schon der Antrag auf Kindergeld kann abenteuerlich werden und kostet viel Zeit. Und wenn's dann durch geht, wird’s gestoppt, weil man noch Fragen hat und eine erneute Bearbeitungszeit von bis zu 16 Wochen wird beansprucht.
Sollte jemand Fragen haben in der Angelegenheit, möchte ich dazu sagen, es sind Erfahrungswerte, die teils vielleicht oft negativ klingen, dennoch nicht negativ sein sollen. Alleine ein Handyvertrag kann einen zur Verzweiflung treiben. Weiss man, das man einen Monat-zu-Monat Vertrag machen kann, der auch gut funktioniert.... es ist individuell. Es kommt darauf an was man wissen möchte, was einem wichtig ist und wo die Prioritäten liegen. Die können bei „Dir“ anders liegen, als bei mir.
Lest die Blogs, fragt mal nach und informiert euch! Spart Geld, lernt die Sprache und dann könnt ihr anfangen zu planen, ohne die Sprache – vergesst es!! Ohne finanzielle Rücklagen – vergesst es!!
Wie hoch die Rücklagen sein müssen? Was habt ihr für Ansprüche, diese werden euch eine Antwort geben. Ihr raucht und trinkt gerne das eine oder andere Bierchen? Zigaretten die Packung 9 bis 14 $ die Büchse Bier um die 2,30$ Also ich zahlte letztens für einen 18er Pack rund 46$. Und ich bin ein sparsamer Biertrinker! Und zum Glück bin ich leidenschaftlicher EX-Raucher :-)
Genug jetzt, danke fürs lesen, euer Totti!
PS: Bitte habt Verständnis dafür das ich hier keine konkrete Namen nenne, noch weitere Details preis gebe.
Fakten sind Fakten, der Rest ist MEINE Meinung, und die darf ich äußern! Wer Namen kennt, schön, aber bitte nicht in der Kommentarfunktion unterbringen, ich würde sie löschen müssen! Danke.
Wir fuhren dann leicht bepackt gemütlich am Donnerstagmittag los Richtung Grenze, um mein Workpermit, das am 21.04. abläuft zu verlängern. In Regina machten wir dann Halt um die Keramik und die Zafpsäule zu besuchen. Außerdem verabredeten wir uns mit Hubert bei TIM Hortons, gegenüber der HUSKY.
Er brachte seinen neuen Mitarbeiter Leonhardt mit. (Ich hoffe ich habs richtig geschrieben). Die Fahrt war eine Schönwettertour, am liebsten in kurzer Buxxe und FlopFlips, man wurde fast blind bei soviel Helligkeit aufeinmal! Tollstes Wetter! Frühling, Yippie!
Danach gings dann weiter. Also ich fuhr.... Wir hatten alle viel Spaß unterwegs.
An der Grenze zu North Portal North Dakota mussten Kat und Anton dann das I94 ausfüllen. Max nicht, er ist ja Canadian Citicen, ich auch nicht, ich hab ja noch eins von meinem letzten Mega US-2-Meilentrip. Ein US-Beamter hatte besondere Freude an Max, der überhaupt nicht fremdelte, im Gegenteil! er hat alles genau beäugt und lauthals erzählt. Als dieser Beamte dann die arme reckte, mit der Geste: Kommste-zu-mir, machte Max die selbe angedeutete Geste und er "flog" über den Tresen. Hamm' die nen Spaß gehabt. "Oh, he is so cute" kam es dann und Max durfte sich mal alles von der anderen Seite beäugen. Leider darf man das ja nicht fotografieren. Na, nach ca. 20 Minuten mit Fingerprints und so, gings dann weiter, Kat fuhr dann. Max und ich machten die 3. Sitzreihe zur Tobewiese und wir hatten unsren Spaß. In Kenmare donnerte Kat dann an einem Motel vorbei, es war ja schon gegen 20Uhr unserer Zeit. Sie wendete und wir checkten ein. Zu viert in diesen Motel zimmern, 2 Betten, TV, Kühlschrank, Klimaanlage und Bad. Das hat aber alles prima geklappt!
Am nächsten Morgen dann ein Blick aus dem Fenster und... ey was'n das? 10cm Neuschnee... Nebel, dichtes Schneetreiben und wir wollten eigentlich weiter nach Bismark das wären ca noch 120 Meilen. Es ging dann nur nach Minot das waren noch 45 Meilen. Wir shoppten im WALMART und schlugen uns den Wantz bei KFC/A&W voll. Dann gings zurück. Je weiter wir nördlich kamen umso schöner wurde das Wetter wieder. An der Grenze waren dann welche vor uns die ihre PR aktivierten. Wir bekamen unsere Papiere.... aber "nur" für ein Jahr. Wir seien ja so weit fortgeschritten in unser PR-Sache.... Ich hoffe die Post aus LA kommt dann mal.
Wir kamen dann nach einem weiteren Stopp, wieder in Regina, in Stoon an. Das Auto hat die rund 1300km einwandfrei gehalten. Wenn man bedenkt das die Kachete schon 15 Jahre alt ist und rund 290tkm drauf hat. Wenn ich mir einen 15 Jahre alten Van in Deutschland vorstelle.... Nä, geht gar nicht! Aber dieser Wagen war wirklich ein Schnäppsche! NR Fz, und im Großen und Ganzen Top gepflegt. Wir sind zufrieden!
Jetzt lunger ich die 2 Tage noch rum, dann geht es wieder auf die Straße.
Machts mal gut! Bis die Tage!
Wie immer gings Montags wieder los. Und jedes Mal fällt mir der „Abschied“ nicht so leicht.
Es ist schön wie unser Kleiner sich entwickelt. Mittlerweile schiebt er sich rückwärts durchs Wohnzimmer und wir müssen das Treppengatter verwenden, sonst macht er unsanft die 8 Stufen zur Haustüre hinab. Er mampft fleißig so ziemlich alles was auch wir essen, Reis, gestampfte Kartoffeln, Chickenfasern, und er mag gerne kleine Stückchen Käse. Manchmal sieht es aus wie ein kleiner Vogel der den Schnabel weit aufreißt wenn ein Elternteil mit Futter kommt... Er isst fleißig seinen Möhrenbrei und trinkt auch seinen Tee aus der Flasche. Noch wird er aber auch gestillt!
Der Schnee schmilzt recht schnell, die Sonne übt ganz schön Kraft aus! Und oft haben wir wieder tollen strahlend blauen Himmel. Ohne Sonnenbrille wird man fast blind! Ich fuhr nach Vancouver und es hat geregnet geregnet geregnet. Ich den Coquihalla runter, und am nächsten Tag hoch gefilmt, wird dann in Kürze auch bei YouTube drinne sein, aber gebt mir bissl Zeit, ich bin auch gerne mit meiner Familie, wenn ich dann mal zu Hause bin....
Von Vancouver gings dann schnurstracks nach Winnipeg. Ich bin der Meinung das dieser Winter ganz schön übel zur Straße war. Der TransCanada Highway No1 ist teils so mit Rissen und Kuhlen, Schlaglöchern beschädigt, das es nicht ausbleibt das mal was durchbricht... Es gibt kurze Senken durch die man durch donnert, immerhin mit 100 km/h, wo dann doch mal was durch die Fahrerkabine fliegt. Nicht immer stehen Warnschilder vor solchen Erdsenken, und wenn, sollte man diese unbedingt befolgen um einen Trailer- oder Achsbruch zu vermeiden. Es tut weh zu hören wie die Luftfederung teils wirklich bis zum Ende durchschlägt, bis zum Begrenzer! Ich kann mir nicht vorstellen das dies für Material und Ladung gut ist.... Bin gespannt wann der erste Turnpike von KTL, Bison, Manitoulin, Trans-X oder wie sie alle heißen, abreißt oder oder oder. Ich will und kann nur hoffen das dann niemand zu Schaden kommt!
Der schmelzende Schnee deckt so langsam auch viel „Grauenhaftes“ auf. Es sieht teils schon gespenstisch aus, die ganzen toten Tierkadaver dort liegen zu sehen. Oft sitzen Krähen darauf und laben sich und wenn man mit dem Truck kommt, steigen sie in die Luft um anschließend, wenn man vorbei ist, sich wieder drauf zu setzen und weiter zu machen.... Manchmal liegen auf wenigen hundert Metern Strecke, mehrere Tiere, sogenannte Deers, das sind die Rehe und Hirsche hier. Klar fressen diese auch direkt am Straßenrand und manchmal, wenn sie erschrecken, oder einfach nur auf die andere Seite wollen, tun sie dies im falschen Moment, so ein Truck hat das härtere Argument. Aber auch normale Pkw's haben natürlich Wildunfälle. (Tock-Tock-Tock, 3x auf Holz geklopft) ich habe noch nie einen Wildunfall gehabt und das darf gerne so bleiben!
Wenn man dann sieht, wie die Kadaver aussehen.... ich glaube ihr wollt gar keine Fotos davon! Ich jedenfalls werde keine machen und schon gar nicht hier posten! Ich bin nicht abergläubisch aber den Tod zu fotografieren.... ich denke, das ist genauso, als wenn man ihn nicht Ernst nimmt. Nicht meins! Ich frage mich nur, was mit den vielen tausend Kadavern am Straßenrand passiert, weil Knochen ja nicht so schnell vergehen... Ob die Mäher das alles einfach mit mähen? Die Ditch wird regelmäßig von großen Traktoren befahren, die Mähschlitten hinter sich her ziehen, tja, und wenn dann so ein Kadaver, oder Skelett dort liegt wird es ja vorher nicht weggeräumt...glaube ich... Ich weiß doch auch nicht alles!
In Winnipeg dann bekam ich sofort einen Trailer für nach Regina, von dort sofort nach Winnipeg und dann wieder ohne Wartezeit nach Regina. Das hatte dann zur Folge das ich am Samstagabend in Regina auch „Out of Hours“ war. Ich hatte 69.75 Stunden in 6 Tagen gemacht, genug Meilen und legte mich dann in Regina am Husky Truckstop bis Montag früh faul auf meine runzelige Haut ;-)
Machte sauber, räumte auf, machte Papierkram.... aß mit Kollege Kai aus Winnipeg bei Mäkkes und verquatschte mit ihm den Abend. Kai kommt aus Schleswig Holstein und ist ein paar Monate länger hier als ich. Ja, Kanada ist schon klein, irgendwie trifft man ständig „Bekannte“. Also andere Fahrer die man hier und dort zwangsläufig kennenlernt, ob Deutsche, Engländer oder Kanadier...
Langsam immigriert man halt, auch wenn wir immer noch auf den ersehnten Brief aus Los Angeles warten. An meinem freien Wochenende fahren wir in die USA, ich muss mein Workpermit erneuern ich bin schließlich knapp 2 Jahre hier und nach 2 Jahren läuft das WP ab. Dann MUSS man zurück ins Heimatland, oder man erneuert es was maximal 1x geht für maximal weitere 2 Jahre, je nach Entscheidung des bearbeitenden Beamten an der Grenze.
Am Montag sprang dann mein Truck nicht an, der Anlasser, bzw, der Magnetschalter arbeitet nicht richtig, man brauch nu nen dicken Hamer zum starten, hab also am Montag gestartet und zu meinem Offtime am Mittwochnachmittag erst wieder abgestellt, Werkstatt!
Naja, und nach einem schnellen Regina – Winnipeg – North Battleford – Saskatoon run, war ich dann am Mittwoch Nachmittag bei Frau und Kindern. Max hat es kaum glauben können, dass der Papa endlich zum quatsch machen daheim ist...Und logo, Anton hat sich auch riesig gefreut, er hatte ja am Montag Geburtstag und ich konnte ja noch nicht persönlich nicht gratulieren....Hab ich jez aber gemacht.
Ich hab das Auto gecheckt, sollte bis aus Saskatoon raus reichen.... Ich hoffe wir werden die USA, nur North Dakota, und zurück gut schaffen, schließlich ist unser Auto auch schon fast volljährig...
Aber gut in Schuß. Na dann, gute Reise!
Ich werde berichten ;-)
Euer Totti!
Das ist unser Hafen in Regina. Schlammbad gefälligst?
ohne Rubberboots? Nein, keine Chance!
Dieses ist unser Vorzeigeumschlagplatz in Winnipeg, hier die hinteren Laderampen, hier ist wenigstens vor den Loadingdocks der Untergrund befestigt, hier betoniert. Das haben wir nicht oft.
Zum Glück ist der ganze Dreck nicht wirklich zu erkennen, der hier tatsächlich liegt.
Achja, man hat wieder den 14ten Platz gemacht, die bestgemanagten Transportfirmen.....