Montag, 29. Juni 2009

Kaum zu beschreiben

Wir kamen von unserer Kalifornien Tour zurück, am Mittwochmittag und bekamen gesagt: See you on Friday for the California load. - Okay dachten wir uns....
Wir verbrachten also den Donnerstag mit Freunden und Besorgungen.
Freitag: zum Kunden und laden, knapp 45000LBS, Meiko hatte kein gutes Gefühl und hatte Recht! Wir waren vom Gesamtgewicht zwar nicht drüber, aber unsere Antriebsachsen, da war nix zu machen, zu schwer. Einer unserer Vorgesetzten sprach ein Machtwort und zwei schwere Paletten kamen runter, und wir waren wieder im Rennen.
Papiere und ab nach Sweet Grass, zur Grenze. Zwischendurch telefonierte ich mit dem Broker ob die Zollpapiere fertig sind, um ca. halb 2 Nachts sollte der Grenzübertritt sein. Wir in Sweet Grass, sagte uns dann die junge Dame am Zollschalter, Ok, dann fahrt mal zurück bis kurz nach der Grenze und parkt am Straßenrand, Eure Papiere sind nicht fertig.....Hä? Ich denk.... Nicht denken, drehen!
Ok, wieder durch den X-Ray und gedreht durch die canadische Grenze 200mtr dahinter ist ein Parkplatz vom Dutyfreeshop, dort haben wir geparkt.
Es war "nur" eine Inspection der US-Grenzbeamten, sie wollten nur sehen ob wir wirklich das unglaubliche geladen haben, Kokusnussöl und Hanföl - nein nicht zum rauchen, für Müsliriegel!Gesundheitskram halt, und da der anbau von Hanf in der USA verboten ist.....
Wir kamen trotz dieser Zwangspause auf die Minute bei unserem Kunden an, luden den Trailer aus und machten uns auf den Weg nach Fresno,CA. Kennt bestimmt jeder von irgendwelchen Filmen, Fresno!
Wir hielten bei einem Straßenhändler der Obst anbietet. Ey, die Orangen sind nicht nur saulecker, die sind so groß wie Handbälle und .... ich mag grad nix anderes. Die Plaumen, Pfirsiche und Äpfel, Leute, das kennt ihr nur von Bildern!
Wir also nach Fresno auf 'nen Parkplatz. Schlafen!
Am Morgen Message per Satelite an die Dispatch, nix! Später wieder eine Message von uns an die Dispatch, hey we are Team.... (Teams haben normaler weise keine Wartezeiten).Wir fuhren Mittags nach Medera,CA zum PILOT, ein Truckstop. Hier brennt der Teer! Es ist in Kalifornien verboten für die Klimaanlage den Truck laufen zu lassen. Aber bei gefühlten 100°C fällt das ausschalten schwer - man vergisst es sogar in der Hoffung das es keiner mitkriegt. In der Tat sind es ca. 40°C. im Schatten in der Sonne...... Aber nur Esel und Touristen gehen in die Sonne! Sprach mal ein Grieche, sagt Meiko.
Nach einiger Zeit und einigen Messages und Telefonaten wurde klar - keine Ladung bis mindestens Dienstag. Laut Vertrag hat jetzt das Team das Recht ein Hotel zu buchen - Kosten übernimmt die Firma.... Aber was ist, wenn man uns einfach so 'n bissi durch die Gegend schickt, wäre ja billiger... Nein, wir haben gute Leute, wir durften ins Hotel. Am Truckstop war zufällig auch eines mit freien Zimmern. So kann ich jez auch meinen Blog schreiben..
Wir waren beim Mexikaner essen, ich hab ein Corona getrunken das ich nicht bestellen konnte, sondern um Shop nebenan kaufen musste, in einer Papiertüte rüberbringen musste. Ich glaub das war 'ne Literflasche. Ja, 1000ml nicht die 0,3er Flaschen die man aus Deutschland kennt, so'n Teil hab ich noch nie gesehen, na, ich hab se leer gekriegt! Und, wie gesagt: ne Papiertüte drumm! Wie im Film.
Morgen gibt's weitere Infos, warscheinlich dürfen wir Wein nach Edmonton bringen, aber genaueres kriegen wir morgen.
Ich kann nur wieder sagen: Ich bin froh hier zu sein, es macht rießigen Spaß, Meiko ist ein guter Kollege, der Truck is still runing, die Firma tut was machbar ist, Sonne satt, schöne Frauen (schön dick). Ich kann nicht verstehen wie man teilweise so aussehen kann?? Da bin ich sprachlos! Nein, da hat man keine Phantasien.
Bin ich froh das meine Kat so ne tolle Figur hat! Und überhaupt will ich mal öffentlich sagen was ich für'n Schmuckstück habe, jaa! 8-D
Alles in Allem: Ja, ihr dürft neidisch sein! Wer kann schon sagen das er in einer Woche 2x durch Las Vegas düst, 2x in Los Angels ist, an der Beach jez in Madera, morgen geht Richtung San Franzisco wegen dem Wein. Und so wie die Prognose ist, geht es kommenden Freitag wieder nach : tata ja, Santa Paula in Californien.

Und nun zu den Bildern, Montana, Utah, Nevada und Kalifornien -ohne Kommentare.















Donnerstag, 25. Juni 2009

Nach Las Vegas zum Duschen! und zum Mäc!

Wie vereinbart haben wir die California Load bekommen. In Saskatoon geladen, gewogen und Abfahrt. Unterwegs machte es irgendwann mal ein leises „Poff“. - Alles normal. Beim checken der Reefer Temperatur klopfte ich die Reifen ab, und tata, auf unserer Antriebsachse war der innere Reifen geplatzt. Wir hatten Freitagabend 22.30Uhr. Meiko sagte das in der nächsten Stadt ein Reifenhändler ist der einen Vertrag mit meiner Company hätte, er rief dort an, und man konnte uns helfen. Da der Reifen nicht zerfleddert war entschied ich mich mit mäßiger Geschwindigkeit dort hin zu fahren, der Reifen brauchte ja nix zu leisten, nur mit rollen....

Beim Reifenhändler angekommen, war immer noch alles i.O. Der Reifen lief sauber mit und machte keine Probleme, der Monteur kam auf den Hof geschossen und um 12 war alles erledigt – gute Fahrt, ab zur Grenze. In Sweetgrass angekommen sagte unsere Officer-Lady, your papers are not ready, park there! - Aber, die waren alle nett! Wir machten die Gardinen zu und schliefen, um 9 Uhr waren wir beim Broker, der, der die Papiere am Tage zuvor gefaxt und per email bekam durch unserer Dispatch... Das Mädel schaute nach, kopierte unsere Papers zum x-ten Mal und 10 Min später waren wir fertig....

Frage: Haben die Feierabend gemacht ohne die Papiere fertig zu machen???

Anschließend folgte eine Fahrt durch Montana, Berg hoch Berg runter und soooooooo schön!!Irgendwann fuhr ich, dann Meiko, und dann ging es Nachts durch Salt Lake City, boah ist das groß hier.. Auf der Autobahn durch die Stadt, mit rund 100km/h über 'ne Stunde! Ich parkte um halb 3, Meiko wollte um 5 weiter, wachte aber erst um kurz nach 6 auf. Ich schlief weiter und irgendwann krabbelte ich aus der Koje und schaute mir Utah an, dann Nevada und wir kamen nach Las Vegas.

Nach dem Truck wash in Las Vegas


Wir fuhren zum Blue Bacon Truck Wash und dann zum Flying J zum Duschen. Und ich ließe es mir nicht nehmen zum Mc Donalds zu gehen. 3 Hamburger und 'ne smal Fries, $3,60. Dann fuhren wir wieder los und wieder mitten durch die Stadt, Las Vegas, vorbei an den Hotels, Casinos, Rollercoaster. Habt ihr gewusst das Donald Trump seinen Tower golden verspiegeln lies? Ich habs gesehen! Hab nen Film gedreht mit meiner Kamera mal schauen wie ich den hier rein kriegen – wird aber noch geliefert. Ich ging wieder in die Koje, und wurde durch Stop & Go wach. Californien hat 'ne eigene Grenze und man wird kontrolliert, nach wird eher durch gewunken... und ich bins erste Mal in California. Nach einiger Zeit wechseln wir und wir kommen LA immer näher, leider fahren wir nicht rein sondern fahren nach Santa Paula, wir haben ja Kokusnussöl und Hanf geladen. Da ist jemand der macht da gesund Müsliriegel draus! Und da der Anbau von Hanf in USA VERBOTEN ist, bringen wir ihn eben runter. Das Ausladen war schnell erledigt und nun solls in den Hafen von Port Huemene gehen, 44.000lbs Bananen holen. (Sind ungefähr 22 Tonnen) Schauen wir mal wie die Gewichte sind wenn wir auf der Waage sind. Der Weg führt uns zurück, die gleiche Strecke, nach Calgary in Alberta, Canada.
Wir fanden den Weg gut in den Hafen, im Großen und Ganzen gings ja auch nur Geradeaus.

Dort angekommen fragten wir ob wir dort stehen bleiben dürfen-No! Beim wenden hab ich auch das Wasser gesehen – der Pazifik ist nah! Wir suchten uns einen Platz zum schlafen und machten die Gardinen zu. Am nächsten Morgen wieder zum Hafen, dort wurden wir gefragt ob wir einen Zutrittskarte haben. Eine...Was?? Dieser Hafen, kann nur betreten werden mit dieser Karte, ansonsten muss man wieder außerhalb fahren sich in eine Liste eintragen, dann kommt irgendwann eine Person die die ganze Zeit bei Dir bleibt, quasi ein Aufpasser, kostet für 2 Std mal gerade 80 USD und jede folgende Stunde 30 USD.

Problem nur; bei 2 Fahrern, Meiko und ich kostet es das doppelte, und eigentlich darf sowieso nur einer rein. Um 7.10 Uhr trugen wir uns in diese Liste am Rande der Straße ein (Foto), um kurz nach 13 Uhr fuhren wir bis vors Tor, ich stieg aus und musste also draußen bleiben, per Cellphone bleiben wir in Kontakt wie lange es dauert. Ich ging durch die Straßen am Eingang des Hafens, niedliche Häuser ein paar Geschäfte. Alles völlig normal. Ich ging nach einer Stunde zurück und aß eine Pizza. Ich hatte ein weißes Trägershirt an, also ärmellos und meine Arbeitsjacke die braune aus dünnem Flies, zum Glück. Obwohl ein kühler Wind ging brannte die Sonne ganz schön. Aber ich zog die Jacke. Das Fell hab ich mit trotzdem verbrannt, aber nicht so arg und langsam wird es schön braun ;-) 

Ich setzte mich ins Gras, und sah in der Ferne Fahnen wehen, solche wie an einem Strand, ich folgte dem „Ruf“ der Fahnen. Ey, die Beach!!!!!!!!!!!!
Ab ins Wasser! Leider nur mit den Füßen, aber im Wasser. Man ist das Wasser kalt! Sind das geile Wellen. Es waren viele Leute da. Aber es waren keine Touries, die sahen wie Anwohner aus, halt Leute die dort leben und ein paar Stunden am Strand erleben, völlig normal.
Dort verbrachte ich dann rund 4 Stunden mit warten auf Meiko, der dann irgendwann schrieb, per SMS, bin gleich draußen. Ab zum Eingang des Hafens und da kam er dann, mit 44.000LBS Bananen für Kanada. Wir ließen Guide raus, ein pensionierter Port worker der Retiered war seit Dezember und nun diesen Job als Guide machte. 
Wir fuhren also wieder zurück und der Truck war schwer.... In der Nacht fuhr Meiko auf 'ne Waage am Truckstop und da fings dann an mit nochmaligen Achsen verschieben, Fifthweel und fluchen! Ich wurde wach und half ihm und irgendwann passte es, wir waren legal. Ab gings. Meiko fuhr bis morgens um 4 dann wechselten wir, ich machte meine 12 Stunden und dann wieder er. Vieles was ich bei der Fahrt nach LA in der Nacht gesehen habe habe ich nun am Tage gesehen und ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt von diesem Kontinent. Las Vegas passierte ich gegen 7 Uhr in der Früh. Ich habe mal wieder ein Filmchen gedreht, und nachdem ich durch war hatte ich eine goldene Stadt im Spiegel, diese Lichter und und und. Absolut beeindruckend. Das geilste daran ist – ich kriege auch noch Geld dafür das ich dieses alles sehen darf!
An der Grenze zurück nach Canada war in 3 Minuten alles erledigt, kurz nach der Grenze übernahm ich wieder das Steuer und fuhr nach Calgary, fand den Kunden schnell wir wurden direkt abgeladen bekamen nach 10 Minuten unsere Rückladung für Saskatoon, und nun sitze ich bis Freitag zu hause mache meinem Reset, und fahre am Freitag wieder …... nach Santa Paula!!!!
Jetzt habe wir auch ein Zertifikat bekommen um Alkohol bzw. Wein von Kalifornien nach Kanada zu fahren....Ich glaube Meiko und ich SIND das California-Team geworden!!
Der Truck hat die knapp 4000 Milen keinerlei Mucken gemacht und läuft wie 'n Dippche!

Ich werde berichten! 

  :-D

Hier ein paar Bilder:

Unsere Strecke. Rund 3000km bis zum Ziel.


Las Vegas. Naja kurz davor.