Wie vereinbart haben wir die California Load bekommen. In Saskatoon geladen, gewogen und Abfahrt. Unterwegs machte es irgendwann mal ein leises „Poff“. - Alles normal. Beim checken der Reefer Temperatur klopfte ich die Reifen ab, und tata, auf unserer Antriebsachse war der innere Reifen geplatzt. Wir hatten Freitagabend 22.30Uhr. Meiko sagte das in der nächsten Stadt ein Reifenhändler ist der einen Vertrag mit meiner Company hätte, er rief dort an, und man konnte uns helfen. Da der Reifen nicht zerfleddert war entschied ich mich mit mäßiger Geschwindigkeit dort hin zu fahren, der Reifen brauchte ja nix zu leisten, nur mit rollen....
Beim Reifenhändler angekommen, war immer noch alles i.O. Der Reifen lief sauber mit und machte keine Probleme, der Monteur kam auf den Hof geschossen und um 12 war alles erledigt – gute Fahrt, ab zur Grenze. In Sweetgrass angekommen sagte unsere Officer-Lady, your papers are not ready, park there! - Aber, die waren alle nett! Wir machten die Gardinen zu und schliefen, um 9 Uhr waren wir beim Broker, der, der die Papiere am Tage zuvor gefaxt und per email bekam durch unserer Dispatch... Das Mädel schaute nach, kopierte unsere Papers zum x-ten Mal und 10 Min später waren wir fertig....
Frage: Haben die Feierabend gemacht ohne die Papiere fertig zu machen???

Nach dem Truck wash in Las Vegas
Wir fanden den Weg gut in den Hafen, im Großen und Ganzen gings ja auch nur Geradeaus.
Dort angekommen fragten wir ob wir dort stehen bleiben dürfen-No! Beim wenden hab ich auch das Wasser gesehen – der Pazifik ist nah! Wir suchten uns einen Platz zum schlafen und machten die Gardinen zu. Am nächsten Morgen wieder zum Hafen, dort wurden wir gefragt ob wir einen Zutrittskarte haben. Eine...Was?? Dieser Hafen, kann nur betreten werden mit dieser Karte, ansonsten muss man wieder außerhalb fahren sich in eine Liste eintragen, dann kommt irgendwann eine Person die die ganze Zeit bei Dir bleibt, quasi ein Aufpasser, kostet für 2 Std mal gerade 80 USD und jede folgende Stunde 30 USD.

Problem nur; bei 2 Fahrern, Meiko und ich kostet es das doppelte, und eigentlich darf sowieso nur einer rein. Um 7.10 Uhr trugen wir uns in diese Liste am Rande der Straße ein (Foto), um kurz nach 13 Uhr fuhren wir bis vors Tor, ich stieg aus und musste also draußen bleiben, per Cellphone bleiben wir in Kontakt wie lange es dauert. Ich ging durch die Straßen am Eingang des Hafens, niedliche Häuser ein paar Geschäfte. Alles völlig normal. Ich ging nach einer Stunde zurück und aß eine Pizza. Ich hatte ein weißes Trägershirt an, also ärmellos und meine Arbeitsjacke die braune aus dünnem Flies, zum Glück. Obwohl ein kühler Wind ging brannte die Sonne ganz schön. Aber ich zog die Jacke. Das Fell hab ich mit trotzdem verbrannt, aber nicht so arg und langsam wird es schön braun ;-)
Ab ins Wasser! Leider nur mit den Füßen, aber im Wasser. Man ist das Wasser kalt! Sind das geile Wellen. Es waren viele Leute da. Aber es waren keine Touries, die sahen wie Anwohner aus, halt Leute die dort leben und ein paar Stunden am Strand erleben, völlig normal.
Dort verbrachte ich dann rund 4 Stunden mit warten auf Meiko, der dann irgendwann schrieb, per SMS, bin gleich draußen. Ab zum Eingang des Hafens und da kam er dann, mit 44.000LBS Bananen für Kanada. Wir ließen Guide raus, ein pensionierter Port worker der Retiered war seit Dezember und nun diesen Job als Guide machte.
Wir fuhren also wieder zurück und der Truck war schwer.... In der Nacht fuhr Meiko auf 'ne Waage am Truckstop und da fings dann an mit nochmaligen Achsen verschieben, Fifthweel und fluchen! Ich wurde wach und half ihm und irgendwann passte es, wir waren legal. Ab gings. Meiko fuhr bis morgens um 4 dann wechselten wir, ich machte meine 12 Stunden und dann wieder er. Vieles was ich bei der Fahrt nach LA in der Nacht gesehen habe habe ich nun am Tage gesehen und ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt von diesem Kontinent. Las Vegas passierte ich gegen 7 Uhr in der Früh. Ich habe mal wieder ein Filmchen gedreht, und nachdem ich durch war hatte ich eine goldene Stadt im Spiegel, diese Lichter und und und. Absolut beeindruckend. Das geilste daran ist – ich kriege auch noch Geld dafür das ich dieses alles sehen darf!
An der Grenze zurück nach Canada war in 3 Minuten alles erledigt, kurz nach der Grenze übernahm ich wieder das Steuer und fuhr nach Calgary, fand den Kunden schnell wir wurden direkt abgeladen bekamen nach 10 Minuten unsere Rückladung für Saskatoon, und nun sitze ich bis Freitag zu hause mache meinem Reset, und fahre am Freitag wieder …... nach Santa Paula!!!!
Jetzt habe wir auch ein Zertifikat bekommen um Alkohol bzw. Wein von Kalifornien nach Kanada zu fahren....Ich glaube Meiko und ich SIND das California-Team geworden!!
Der Truck hat die knapp 4000 Milen keinerlei Mucken gemacht und läuft wie 'n Dippche!
Ich werde berichten!
:-D
Hier ein paar Bilder:

Unsere Strecke. Rund 3000km bis zum Ziel.
Las Vegas. Naja kurz davor.


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