Freitag, 18. Februar 2011

Deutschland

Nach meiner letzten Runde durch Amerika und Kanada war dann mein Offtime gebucht. Ebenso mein ungeplanter Urlaub.
Ich flog also am Samstag von Saskatoon...

...nach Minneapolis, von dort nach Amsterdam und dann schließlich nach Frankfurt. Der Flug war gut geplant und nie mehr als 2 Stunden Aufenthalt. Der Flug mit DELTA war absolut ruhig, keine Holperstrecke. Die Nacht war kurz, nur etwa 3 Stunden dunkel. Man fliegt ja gegen die Erddrehungen, also aus der Nacht in den Tag! Mein Schwager Daniel holte mich am Flughafen ab und brachte mich nach Boppard. Wir fuhren am Rhein entlang, nicht über die Autobahn. Ich konnte bei St. Goar auch noch das havarierte Schiff "Waldhof" im vorbei fahren fotografieren und konnte die 3 Schwimmkräne bei der Arbeit sehen.

Am nächsten Tag war es in den Loreley Hafen geschleppt worden und vorbei ist die Zeit des Schiffstaus vor der Loreley....

Es gab eine herzliche Begrüßung in Boppard. Ich telefonierte vom Auto aus schon mit einigen meiner Freunde, dann war das auch erledigt!

Am Montag dann der traurige Tag. Zuerst holten mein Schwager und ich, meinen Sohn im Westerwald ab und fuhren nach Boppard, dann ging es weiter zum Friedhof nach Buchenau wo viele meiner weltweit verstreuten Verwandten schon warteten... Die, die weltweit sind, waren selbst nicht da, aber aus ganz Deutschland, Köln, Ellar, Udenhausen und einige Andere.
Es war eine sehr schöne Trauerfeier, der Kaplan hatte eine sehr schöne Andacht gehalten, der schwerste Moment für mich war dann als er erwähnte das es meines Vaters Traum war, diesen Sommer nach Kanada zu reisen um das Zuhause seines ältesten Sohnes, dessen Frau und seinen geliebten Enkelkindern kennen zu lernen....
Selbst der Kaplan war einer der Schüler, die einst mit meinem Vater im Bus auf Reisen war, 1997 besuchte er als Schüler eines Koblenzers Gymnasium, Rom, der Fahrer war mein Vater, und der Kaplan konnte sich noch sehr gut an den netten Fahrer, der immer einen Spruch drauf hatte und viel lachte, erinnern.

Zum Schluß der Rede nahm ich dann die Urne und wir begaben uns dann alle zum Grab, es folgte die Grabrede und ich hatte die Ehre ihn in sein Grab hinab zu lassen. Das war nicht einfach. Also im praktischen schon, sind ja nur 2 Schnüre die man vorher seitlich heraus zieht, es war schon sehr bewegend für mich. Die Trauergäste nahmen Abschied und anschließend ging es runter ins Ebertor, wo Klaudia zu Kaffee und Kuchen einlud. Dort wurden noch einmal die Geschichten um seine Touren, von und mit meinem Vater ausgetauscht und man erzählte sich...

Montagabend war dann alles vorbei. Ursel und ich fuhren Jon zur verabredetetn Zeit wieder zurück in den Westerwald, nach Hause! Auch dieser erneute Abschied fiel nicht leicht. Ich hätte sehr gerne noch viel mehr Zeit mit ihm verbracht!

Am folgenden Tag ging es für mich zum Gericht wegen dem Nachlass und dann einige Besorgungen erledigen. Ich bekam meinen DÖNER! DÖNER macht schöner!


Mann, war der lecker! Schön scharf. Und auch die Größe war ok! Zum Abend fuhren wir dann "nach Hause" aßen um Mitternacht zu Abend und schauten Unstoppable auf dem Läppi! Ich war mit der Zeitverschiebung dann doch ganz schön kirre! Naja, ihr versteht das schon, denn eigentlich fühle ich mich in der Saskatchewan Zeit ganz wohl....
An dieser Stelle möchte ich mich auch herzlich für Ursel's Gastfreundschaft bedanken. Ich wurde regelrecht verwöhnt, geht doch nix über 'ne lecker Fleischwoscht und weich gekochtes Ei zum Frühstück und vieles mehr! Danke Ursel!!!! Für alles!

Am Mittwoch besuchte ich dann meine Tante und wegen dem neuen Wagen hatte sich auch der Versicherungsfuzzi angemeldet... Ich als ehem. Versicherungsfuzzi kenne ihn ganz gut und freute mich schon auf das handeln ;-) ach nee, die sind ja immer so günstig, da brauch man nicht handeln! Nicht verzagen, Helli fragen!
Wir waren früher .... äh, er war der Abteilungsleiter (OB-Leiter) des Kooperationspartners und "zufällig" für die selbe Versicherung tätig für die ich arbeitete damals, bevor ich zur gesetzlichen Krankenversicherung ging, als Salesmanager. Dort, in der GKV, war ich auch für sein Büro zuständig....
Er hatte schon so eine Ahnung das ich dort sein könnte und brachte gleich seine Frau zum Termin mit! Die knapp 2 Stunden zusammen waren ganz schön lustig, wir sprachen über Kanada, Deutschland und und und. Beide verfolgen ebenso den Blog von mir, an dieser Stelle einen lieben Gruß an Helli und Manuela!!
Etwa gegen halb 5 war dann Zeit um nach Boppard zu fahren. Meine Tante fuhr mich mit ihrem frisch versicherten Fahrzeug dort hin, wo ich 4 meiner besten Freunde traf, Uli, Peter; Brobo und Heike. Wir trafen uns in Fondels Mühle und aßen Griechisch zu Abend! Peter entdeckte dann das Klavier und anschließend die Gitarre.
Peter ist übrigens auch der Autor des Theaterstücks "Codename blaue Blume" das auf der BUGA 2011 in Koblenz aufgeführt wird! Und hier die Linkadresse:
www.peter-wayand.de
Und weitere viele Stücke gehen auf Peters Konto!

Um 22 Uhr war es dann vorbei, den Freunden auf Wiedersehen gesagt und Abschied von meiner Schwester und meines Vaters Frau genommen (Warum 'meines Vaters Frau'? Klaudia ist nicht meine Mutter, diese starb schon vor vielen vielen Jahren, viel zu früh...)
Auch dieser Abschied war wieder sehr herzlich... ich hoffe wir sehen uns im Sommer so wie geplant wieder, dann hab ich auch mehr Zeit für jeden und kann allem auch meinen Sohn vorstellen, mein größter ist auf den kleinsten schon sehr gespannt... :-) das macht mich sehr stolz, auf beide! (Ja, auch auf den mittleren!!)

Donnerstag fuhr dann mein Zug, von Hirzenach nach Frankfurt a.M. und dann per KLM nach Amsterdam, dann per KLM nach Toronto, und schließich mit WestJet zurück nach Stoon, wo mich 20 cm Neuschnee und -30°C erwarteten, sowie meine liebe Frau mit beiden Jungs! Dann gings Heim, erzählen und nach etwas über 30 Stunden Rückreise endlich ins Bett!
Ich muß sagen, dass es weder bei DELTA Airlines, oder bei KLM noch bei WestJet etwas zu meckern gab! Aber, ich bin widda daheim!

Als Nächstes steht der Umzug bevor, na dann! Bis die Tage, ich fang mal an zu packen.... Schon wieder!

1 Kommentar:

  1. Hallo Toddi, schön dass du wieder da bist und toll, dass du alles gut überstanden hast.
    Die kurze Geschichte mit dem Immigration Officer in Toronto hätten bestimmt gerne alle gelesen, willst Du die nicht noch nachtragen? Mich hat sie jedenfalls sehr berührt.
    Bis zum Umzug, alles Gute, und pass auf deinen Rücken auf! ;-)
    Liebe Grüße

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