Wir brachen also am Montag, mit unserer mißglückt angefangenen California Load, auf. Ziel: California. Alles klappte supi, sogar der Grenzübertritt klappte reibungslos. Naja, nach einigen Telefonaten mit dem Broker und einem 28-seitigem Fax...... Pünktlich um 21 Uhr Ortszeit in Sweetgrass, konnten wir passieren, keine Inspection, keine Kontrolle, kein Warten. Es kam ein freundliches OK guys have a save trip....
Meiko und ich wetteten um einen Kaffee, ich hab verloren, ich hatte mich auf Wartezeit eingestellt, besser ich zahl den Kaffee als dass ich Kaffe trinkender Weise, mit dem Truck an der Grenze stehend kein Geld verdiene. (boah, wie kompliziert!)
Nachdem wir in Las Vegas zum duschen anhielten und den Truck anschließend auch „duschten“ fuhren wir in den Abend. Leute sind das Bilder!!!! Man muß sich das so vorstellen Ihr fahrt die Interstate 15 quer durch Las Vegas, vorbei am Trump Tower, die scharze Pyramide und und und. Anschließend draußen in der Wüste geht es irgendwann bergauf, der Elzerberg ist Flachland dagegen, 6% never ending, links und rechts die Berge, und im Osten (rechts von uns) der Sonnenuntergang. Ich weis nicht wieviel Fotos ich gemacht habe, außer, die halbe Stunde bergauf hat's nur geklickt. Anschließend geht’s downhill.... Motorbremse und tuckern lassen, unten angekommen ist mitten in der Wüste ein super toller Rastplatz, er heiß Baker, ohne Service aber so sauber dass sich manche Rast höfe 'ne Keule raus schneiden können, nicht nur 'ne Scheibe.... An diesem Rastplatz haben Meiko und ich nochmal Fotos vom Truck gemacht, der hat geblitz wie Sau, siehe Foto, neuer Trailer, sauberer Truck – geiles Geschoss!
Als ich dann von der Toilette kam und hinter den Gebäudekomplex sah – ey ein Abendrot mit Kakteen, Feuerrot!! Siehe Fotos!!
In Santa Paula angekommen, machten wir die Gardienen zu und am Morgen wurde entspannt entladen. Zurück bekamen wir wieder einmal eine Weinladung, wir mussten nach Modesto, CA. Die Tour fürte nach Regina SK. Dort nahmen wir einen Trailer für Saskatoon und um von dort aus direkt nach Florida zu starten. Der Trailer war geladen die Papiere fertig. Dachten wir. Also fertig war eigentlich alles, nur war die Trailernummer um eine Ziffer falsch. Und jetzt? Können wir die Grenze passieren?
Es war Abend und niemand zu erreichen, der Nachtdispatch schickte uns los mit sämtlichen Telefonnummern. Nach 6 Stunden Wartezeit an der Grenze konnten wir endlich drüber. Eigentlich war dieser Typingerror nicht der Rede wert, es wurde aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Wie dem auch sei, wir konnten dann doch nach Florida. Es folgte eine für mich persönlich, die schönste Tour bis jetzt! Immerhin reden wir hier von rund 2800 Milen, eine Richtung!. Ich war ja schon öfters in Florida, bis Key West runter, also nix Neues, aber ich hab mich gefreut wie ein Froschkönig! Alleine diese schwüle Luft, dieses feuchte Klima, ich finds klasse! Meine Haut verträgt es ebenso gut. Wenn ich 'ne green Card hätte, bräuchte ich nicht zu überlegen, das wäre dann Florida, Golfküste, ungefähre Region Tampa-Bay! Sarasota Bradenton, Tampa, Clearwater, Petersburg, vllt auch Fort Meyers oder Captiva, aber dafür brauchtse wieder bissi Geld. Captiva? Das ist eine schmale Insel im Golf auf dem Sly Stallone oder Brigitte Nielson u.a. ein Häuschen habe. Das schöne ist: die Straße die über Captiva führt, endet an eimen weißen Sandstrand. Woher ich das weiß? Ich war da mit meiner Frau! Traumhaft, kann ich jedem nur empfehlen!! Und NICHT teuer! Naja in der Nebensaison 155USD die Nacht ÜF.
Zurück nach Boca Raton. Meiko suchte einen Nachtplatz für uns in unmittelbarer Nähe vom Kunden und fand einen. Es ist eigentlich untypisch, weil normaler Weise, fahren Trucker nicht in die Industriegebiete um dort zu schlafen. Dafür gibt es die Truckstops! Wir sind keine Ami`s. Wir sind aber auch nicht alleine im Truck.
Am nächsten Morgen luden wir aus, und die Rückladung? Keine! Wat mache ma nu? Wadde! Nä mir fahn zum näxste Truckstopp, 78 Miles nördlich, Message geschickt, OK bekommen- gefahren! Dort gingen wir tanken, duschen, essen. Dann kam die Info: 780 Miles leer nördlich zu fahren bis Dalton,GA, ca 30 Miles nördlich von Atlanta.
Und wir hatten rund 24 Stunden Zeit für diese Strecke, also entspannt loscruisen.
Auf dem Weg dorthin hab ich eigentlich nicht mehr schalten müssen nach dem ich im 8ten war. Mittlerweile ist das schalten ohne Kupplung das einfachste der Welt. Wenn man das Prinzip einmal hat, ist's einfacher als Radfahren! Die Kupplung wird also nur noch gebraucht um den ersten Gang rein zu bringen, danach hat das linke Pedal Pause!!
Dort in Dalton luden wir an 3 Ladestellen Bodenbeläge. Fliesen und Teppichrollen.
Dann zurück, nach Winnipeg. Das Bordern ging innerhalb von 3 Minuten, In Winnipeg den Trailer abgestellt, einen leeren zum Kunden, dort bekamen wir einen geladenen, ab nach Saskatoon - frei bis einschließlich Dienstag.
Ich hab viel vor. Blog schreiben, Reifen, faulenzen, skypen, telefonieren, dieses Land genießen! Nein ich hab bisher kein Heimweh, ich freu mich wenn meine Familie wieder komplett ist... Ich bin immernoch 100%tig überzeugt richtig zu sein, macht ihr mal...! ;-) I'm proud to be here!
Dann bis zum nächsten Bericht.
Freut mich das alles so gut klappt, Gruesse auch an Meiko.
AntwortenLöschen.he für einen Trucker muss Canada ja das reinste Traumland sein! Gruss von deinen Fast- Nachbarn...ähm naja soweit ist Regina auch nicht weg..
AntwortenLöschenDer ganze Nordamerikanische Kontinent ist klasse, ich glaub aber mittel- und südamerika ebenso, das tolle ist: ich werd auch noch bezahlt und darf das alles live sehen...
AntwortenLöschenDanke fürs Komentar und Gruß nach Regina!