Siehe Foto!
Das Foto hat Jörg für mich gemacht, Danke Jörg!
Ich bekam meine erste Tour nach Edmonton.man die Karre sprang wie ein Kanguruh! Sehr unruhig. In Edmonton lud ich dann aus und bekam die Anfrage für Vancouver, ich sagte zu, merkte aber die Probleme mit der Dieselpumpe an..... Nach riesigen Bocksprüngen und eineinhalb Tage später kam ich in Vancouver an. In Merrit gings auf weißer Fahrbahn bei 8% Gefälle und gefühlten 100km bergab. Tatsächlich sind es etwa 10 km. Ich drehte mit meinem Blackberry ein Video vom gehopste des Trucks. Ich traf Mark, mein Fahrtrainer zu Beginn meiner Zeit hier, zeigte ihm dieses Video und er war fassungslos, Jesus,you have to got to the shop!!! Ich war dann auch dort, 2 Tage hats gedauert. Es war ein Kabelbruch zwischen Computer und Sensor und die Dieselpumpe bekam andauernd den Befehl: Nullförderung-Fördern-Nullförderung-Fördern-Nullförderung-Fördern-Nullförderung-Fördern-Nullförderung-Fördern-Nullförderung-Fördern. So springt dann ein Truck!
Als ich zurück im Yard war bekam ich eine Tour nach Saskatoon und es war schön zu fahren OHNE Bocksprünge.
Auf der Fahrt nach Vancouver sah ich einen Elch. Leider war er tot, überfahren, links im Strassengraben liegend, Leute die Strasse war getränkt von Blut, ich konnte es kaum glauben.
Ich sah erst nur einen riiiiiesigen schwarzen Schatten links, dann den riiiiiiesigen Schädel der seitlich auf der Strasse lag. Beeindruckend, aber traurig. Weiter sah ich Steinböcke, es gibt da einen Abschnitt wo diese besonders stark vertreten sind, und die liegen an der Strasse rum, latschen drüber und stören sich keineswegs an Autos, Trucks oder fotografierenden Touries, ist eben deren Bereich! Einen toten Bären sah ich ebenfalls, viel übrig war nicht mehr, eigentlich nur noch Fell und Schädel. Ich glaube das die Wölfe, Kojoten und Füchse schon ihr Mahl nahmen, der Rest bleibt den Krähen, Bussarden und und und.
In Saskatoon war dann erstmal Schluß, ich hatte Wintertraining. Wie legt man Schneeketten am Truck an, jetzt weis ich es. Und ich habs dann jetzt auch mal gemacht, nicht schwer in einer beheitzten Halle, ohne Schnee, ohne kalt, mit viel hell und lachenden Kollegen die flachsen und lachen. Jetzt mal anders. Es ist Minus 35°C, Morgens 2 Uhr früh, der Wind mit ca 40km/h, dunkel, Schnee bis zum Knie... ich glaub dann ist nix mehr lustig... Irgendwie freu ich mich nicht drauf, denn man spürt nicht wenn die Finger erfrieren, du spürst es erst wenn sie wieder auftauen und zu brennen anfangen, ich glaube diese Erfahrung möchte ich überspringen.
Ich hatte bis zum nächsten Morgen frei kam, leider waren nur 5 Stunden Citywork für mich drin. Am nächsten Morgen bekam dann den Anruf von meiner Disponentin ich könne kommen, sie habe eine Tour für mich, nach Quebec, in Quebec... Es war einer der beiden Trailer die ich am Tage zuvor selbst lud, als ich die Citywork machte. Der zweite Trailer wurde von Keith gefahren, ein Ire.
Wir trafen uns in Winnipeg an nächsten Morgen und starteten dann zusammen. Am folgenden Morgen trafen noch 2 Fahrer mit dem Zeil Montreal in Quebec dazu, also fuhren wir im Convoy und hatten per Funk 'ne Menge Spaß. Weil 'J' Torsten nicht aussprechen kann und ich ihm sagte wie sich der Name zusamen setzt: Thor, der donner Gott, und sten steht für Stein... Sagte er, Ok, I call you Thor, it's easyer for me... und lachte.
In Quebec trennten sich unsere Wege, Keith und ich mussten ja ca. 200km weiter. Wir kamen Nachts dort an, und wurden auch promt am frühen Morgen etwas eher als der Termin es war, entladen. Wir fuhren zu einem Truckstop und gingen duschen. Ich bekam dann von meiner Disopnentin den Auftrag nach Mississauga in Ontario zu fahren, unser Yard in Toronto... das waren 850km, leer! Dort war ein Trailer schon fertig, dieser soll nach Winnipeg in Manitoba. Ich nach Mississauga, geschlafen, aufgesattelt und ab nach Westen! In Kapuskasing stoppte ich um zu übernachten. Fuhr weiter bis Dryden, übernachtete dort wieder und kam Nachmittags in Winnipeg an. Auf dem Weg dort hin meldete ich mich bei Jörg (der der das Foto machte), ein Hamburger der aus der Schweitz kommt und nun für BISON fährt(so wird aus einem deutschen Schweizer ein canadier) auch er hat dieses Wochenende frei. Er holte mich am Truckstop ab, lud mich zu sich nach Hause ein. Er bewohnt ein Zimmer bei einer älteren Dame, Anna, sie beherbergt 6 Fahrer aus verschiedenen Ländern, Russland, Österreich, Schweitz, ect. Ich durfte zum essen bleiben, es gabt Cornedbeef, Kartoffeln, Erbsen und rote Beete. Lägga!!
Danke Anna, Danke Jörg!
(Auch er hat einen Blog: http://www.joe64-wegnachcanada.blogspot.com/)
So stehe ich dann wieder abends, gesättigt, am Truckstop und machte mich nachtfertig. Die Nacht war kalt! Meine Standheizung machte aber gute Arbeit! Solangsam hab ich mich eingelebt im Truck, alles hat seinen Platz, Inverter für 110Volt, Microwelle, Toaster und Wasserkocher. Ich kann mir sogar meinen geliebten Cappuchino machen! Das Laptop ist mein Kino, nur leider klappt das mit dem Internet nicht so wie in der USA. Hier sind die Truckstops recht knausrig mit WLAN. Husky hat nur in Golden, Saskatoon, Regina und Toronto WLAN. Flying J will pro 24 Std immerhin 4,95$ und sonst ist es recht dürftig, so nutze ich eigentlich nur mein Blackberry fürs Internet.
Den Schlafsack den ich mir aus Deutschland mitbrachte ist nix für den Winter. Hier habe ich mir einen gekauft, für 200$. Das ist ein Teil!!! Bis Minus 45°C, dreilagig, ein Feeceinlet, ein Thermoinlet, und nochmal die Aussenhülle. Das Mittelteil habe ich erst einmal entfernt, der Schlafsack trägt den passenden Namen „Toaster 10000“ tatsache! Bei Temperaturen um Null Grad gehste ein vor Hitze! Der war sein Geld wert!
Ein paar Bilder vom Truck!
Mein Cockpit.
Platz für den Beifahrer, wenns dann mal jemand gibt....
Mein Schlafplatz, immer dabei: die BAHN-BKK mit Kissen, Rucksack und Waschtasche!! :-)
Es sieht unordentlicher aus als es ist, aber der Platz ist auch sehr bemessen...
Würde mich interessieren ob ihr auch "so viel" unter kriegt!
Hey Torsten, klar treffen wir uns mal die Tage.
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