Donnerstag, 13. Januar 2011

Ontario im Schnee, Boardwalk wird irre

Also, als ich dann am Montag wieder einmal nach meinem Wochenende den Dispatch anrief, bekam ich mal wieder die Antwort:“ Nothing yet, check with dispatch later...“

Kaum 'ne Stunde danach, klingelte mein Handy und ich bekam die Info einen leeren Turnpike nach Winnipeg zu fahren. Aha, leer! Das ist ja mal wieder 'ne wertvolle Fahrt! Hab dann meine Sachen ins Auto gepackt ect PP. Wie das so ist. Taschen, Getränke, Essen...

In Winnipeg rief ich dann den Dispatch an und fragte: Und, haste noch was? 3 Stunden kann ich noch. Antwort: Nee, da ist absolut nix mehr heute Abend.... Aha, und warum liegen dann 10 Umschläge im Outbound? Ich habe es nicht gefragt, aber die Message über die Verfügbarkeit für Dispatch geschickt.(Avaiable for Dispatch) Und prompt wurde ich angefragt ob ich nach Dorval in Quebec fahren kann. Ein Stadtteil von Montreal. Jetzt stell ich mal die Frage: Erstens: warum soll ich das nicht können? Und Zweitens warum bekam ich gerade die Aussage da wäre nix zum fahren..... Wie dem auch sei ich hatte 59335lbs zu legalisieren, es klappte.
(1 Pfund (1 Pound) = 0,453 592 370 kg) 59335 x 0,453592370 sind immerhin 26915kg Ladung, plus Trailer, plus Truck. laut Scaleticket 45420kg Gesamtgewicht.

Ich startete also am nächsten Morgen Richtung Franco-Canada. Meine Scherzfrage lautete noch: Ich kann kein französisch ist das von Bedeutung? Antwort: Nein, brauchste nicht!

Der Helen Lake am Highway 17 nach/vor Nipigon,ON.

Beardmore im Winter
Ich dachte: " Jetzt renn mir bloß nicht auf die Straße, dann haste Koppweh!"
Nur im vorbeirauschen, aber sehr schön anzusehen!

Die folgenden 3 Bilder sind Snowplows at work.
Dies ist ein Grader mit Schneeschild. Sie werden für die Nebenstraßen eingesetzt, helfen aber auch am Highway aus, sind aber recht langsam, um die 40-50km/h

Dies ist ein normaler Laster mit Schneeschild und Seitenschild und Streuer.

Warum heiß das wohl "Snowplow"? Kann vorrübergehende Blindheit verursachen, man nennt das dann auch mal Whiteout. Obwohl das eigentlich was anderes, aber ähnliches ist! Durch den Schneestaub der aufgewirbelt wird gibts mal schnell 'ne Sicht von Nullkommanix!

In Montreal dann am Tor.
Ich versuche mal das Gespräch mit der Security nachzustellen:

Ich klingelte, eine französische Stimme irgendwas, sie kam vom Band, schätze: Bitte warten:
Dann eine französische männliche Stimme sagte „Hallo“
Ich sagte: „Do you speak englisch?
Seine Anwort: „No! Par le vous france ?“
Ich: „No, but we can deutsch schwätze wenn du das verstehst!“
Seine Antwort: „Pardon? Ich sagte dann in englisch welche Firma, wann mein Termin ist, um 7 in der Früh. Bla Bla Bla....
Keine Antwort mehr von dem Typ.
Es war 'ne Einfahrt ca. 40mtr lang und am Ende ein Gate, mit einer Sprechanlage auf der linken Seite, für die Fahrer so erreichbar das man nicht aussteigen muß. Ich dachte mir „na warte ich krieg 'ne antwort von dir, Froschmörder.“ Ich ging zurück zum Truck der auf der Straße parkte und fuhr in die Einfahrt ein und drückte wieder die Klingel, Prozedur von vorne... Stimme vom Band dann er....keine Antwort mehr... ABER: Jetzt stand ich da und kein anderer konnte mehr klingeln, es sei denn das Tor geht auf und ich kann rein... Ein Truck mit einem Frankocanadier kam angefahrenund wollte rein, der war sehr nett und funkte die Security an was das soll, sie könnten mich doch hier so nicht stehen lassen...ohne Antwort, das Tor ging auf und Totti konnte rein :-) geht doch! Auch ohne französisch.
Am nächsten Morgen lud is aus und fuhr nach Morrisburg , das waren ca. 85 Meilen zurück, es liegt ca 60km östlich von Ottawa, und dort hatte ich in 15 Minuten meine Ladung fertig und konnte wieder abdampfen. Die Fahrt nach Mississauga war ok, etwas Schnee, Streckenweise etwas mehr. In Mississauga trailer abstellen, duschen gehen und wieder nach North York fahren, das ist ein Stadtteil von Torornto. Dort gabs 'ne Ladung Büromöbel. Am Freitagabend startete ich dann in Toronto, am Montagmittag war ich dann in Regina. Seit meinem Start letzten Montag hatte is bis hier rund 4000Meilen.
Den Abend verbrachte ich bei Bekannten in Regina. Hubert und Sabine haben mich zum Essen bei sich zu Hause eingeladen, ich wurde sogar abgeholt. Es gab Bandnudeln mit Lachssoße, ein Weizenbier dazu und abschließend einen echten Obstler – Ey, ich komme öfters ;-)
Das Essen war sehr lecker, das Weizen hat geschmeckt der Obstler hat aufgeräumt und die Gesellschaft war sehr angenehm! Danke Hubi und Sabine!

Die Wohnsituation. BOARDWALK
Oh Leute, wenn ihr jemals auswandert oder für einige Zeit in Canada lebt, GEHT NICHT ZU BOARDWALK, jedenfalls nicht zu denen wo ich war.... Warum??
Kat spielte mit Anton vor unserem Padio im Schnee, und sie bewarfen sich auch damit.
Der Typ der den Schnee wegräumt oder der Freund der Sidemanagerin hat das gesehen. Warum auch nicht..?!
Allerdings sind bei diesen Intelligenzbolzen die Handlungen gänzlich fremd.... Soweit so gut.
Am Abend entdeckte ich dann eine „WARNING“ die unter der Türe durch geschoben wurde.... das kann ich jetzt weniger leiden. Darauf war zu lesen, dass der Arbeiter hart dafür arbeite um den Schnee zu entfernen und wir uns gefälligst beim Servicedienst zu melden hätten.... Totti platzt gerade!
Darauf habe ich eine Kopie gemacht und darauf geschrieben: (in englisch natürlich)
ist das ein Familienbuilding? Ist es Kindern erlaubt darußen zu spielen? Bitte schieben sie keine Papiere unter unserer Türe durch, wir haben einen Briefkasten oder klopfen sie an, einer von uns ist meistens zuhause! Ich machte Fotos von dem „Vergehen“ wir können gerne darüber reden....

Und so sieht die Hinterlassenschaft der "Straftat" aus. Würden da jetzt tatsächlich Schneeberge liegn, ok - schuldig! Aber bitte, wo ist da jetzt das Problem??


...und schob dieses Schreiben dann ebenfalls unter der Türe zum Boardwalk-Büro durch. Dazu solltet ihr wissen, unser Appartment liegt Tür an Tür mit dem Office und die Sidemanagerin wohnt direkt die Türe gegenüber. Ein Verhalten woran ich erkenne: Wir sind nicht erwünscht. Warum? Weiß ich nicht. Es könnte an einer ehemaligen Bewohnerin liegen, sie arbeitet auch für Boardwalk und man ist gaaaanz dicke... In Deutschland nennt mann das im Gerichtsverfahren üble Nachrede. (Es ist die Fraktion: bigger, better, faster) Eigentlich traurig!
Die Miete ist immer pünktlich und ohne Verzögerung bezahlt worden....Ok, unser Anton spielt nicht mit ihren Kindern die eigentlich Flodders Kinder sein könnten, im Alter von 6 und 9 Jahren. Erinnert mich auch an Oliver Hardy und Stan Laurel.... nur über diese zwei konnte ich wenigstens lachen. Man schaut gerne weg, wenn man sich über die Füsse läuft, Oder man verschwindet gerne wieder im Office...
Am Wochenende als ich dann zu Hause war, war ein Zettel an meinem Auto, ich solle nicht auf dem Gehweg, oder zu nahe am Bordstein parken, mein Auto könnte beim Schnee räumen beschädigt werden..... äh, wie weit soll ich denn auf der Straße parken das diese Gehirnamöben ungestört arbeiten können? Seit September warte ich auf einen Stellplatz, ich habe bisher keinen bekommen, andere schon, komisch,lol. Naja, es war nachdem wir den neuen Mietvertrag unterzeichnet haben... also wird mir demnächst ein breites Grinsen im Gesicht hängen, wenn ich der Tante die Kündigung auf den Tresen lege und ihr erkläre, dass die Übergabe unter bei sein eines neutralen Zeugen stattfindet und jede Beanstandung sofort fotografisch und schriftlich dokumentiert wird. Wir ziehen ordentlich aus und hinterlassen kein Messidreck oder Beschädigungen. Auf diesen Bericht dürft ihr schonmal gespannt sein ;-)
Fortsetzung folgt! HAHAHAHAHA

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